Neue bunte Außenhaut

Northeims Faulturm soll leuchten - Sanierung der Kläranlage

Vorbild Göttingen: Hier hatte der Münchner Kunstprofessor Gerd Winner Ende 2015 eine leuchtende Farbinstallation im Treppenhaus am Faulturm der Kläranlage installiert. So ähnlich könnte es an der Northeimer Kläranlage leuchten. Foto: Entsorgungsbetriebe Göttingen /nh

Northeim. Der zwölf Meter hohe Faulturm auf der Northeimer Kläranlage soll im Zuge seiner Generalsanierung auch eine neue Außenhaut bekommen. Und die soll möglicherweise sogar knallbunt werden. Das Treppenhaus mit dem Aufgang zur Faulturmspitze soll sogar nachts in bunten Farben leuchten.

Als Vorbild dafür dient das Göttinger Klärwerk. Über die groben Planungen zur Gestaltung der Außenfassade informierte kürzlich der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung in der Sitzung des Eigenbetriebsausschusses.

Das Gremium hatte allerdings nur über Auftragsvergabe zur Entsorgung der alten Asbest-Zementplatten zu entscheiden, die bislang die Außenfassade des Turms bilden. Die Platten müssen weg, weil die hölzerne Unterkonstruktion des Behangs morsch ist und bereits Platten heruntergefallen sind.

Ausschuss: Keine Mehrkosten

Der Auftrag ging an eine Entsorgungsfirma aus Goslar. Die hatte mit 59.300 Euro das günstigste von insgesamt zwölf Angeboten abgegeben. Das teuerste Gebot lag bei sage und schreibe 254.000 Euro.

Die Erneuerung der Turm-Außenhaut wird noch separat ausgeschrieben, hieß es in der Sitzung. Angedacht sind eventuell Aluminiumplatten, die auch bunt eloxiert werden können. Der Ausschuss nahm die Ideen des Eigenbetriebs für ein bunteres Outfit des Turms, mit dem der Eigenbetrieb zugleich ein ansprechenderes Firmen-Image nach außen zeigen möchte, wohlwollend zur Kenntnis, mahnte aber an, dass dafür keine größeren Mehrkosten anfallen dürften. Die abendliche Beleuchtung des Treppenhauses durch LED-Strahler, die die Farbe wechseln, würde lediglich mit Betriebskosten von vier Cent pro Stunde zu Buche schlagen.

Kostenfreie Installation

An Materialkosten fielen lediglich 1100 Euro für die Strahler und die Steuerungssoftware an, hieß es von einem Sprecher des Eigenbetriebs. Die Installation würden Auszubildende des Eigenbetriebs kostenfrei übernehmen.

Diese müssten ohnehin etliche Ausbildungsstunden im Bereich Elektronik erbringen.

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