Teilnehmer schlug Fotografen Kamera aus der Hand

Nach Kundgebung in Göttingen: NPD marschierte durch Northeim

Marsch: Die NPD ging nach einer Kundgebung in Göttingen durch Northeim.

Northeim. Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ist die NPD am Samstagnachmittag durch Northeim marschiert. Nachdem die 100 Rechtsextremisten zuvor eine Kundgebung in Göttingen beendet hatten, waren sie mit der Bahn nach Northeim gefahren.

Vom Bahnhof aus umrundeten sie ab 13.30 Uhr über Güterbahnhofstraße, Bahnhofstraße, Friedrichstraße, Wilhelmstraße, In der Fluth und Friedrich-Ebert-Wall die Innenstadt, ehe sie über die Medenheimer Straße zum Münster zogen. Dort hielten sie eine Kundgebung ab.

Während des Marsches, der von 100 Polizisten begleitet wurde, war der mehrfach vorbestrafte und aus Northeim stammende NPD-Funktionär Torsten Heise der Wortführer. Auf dem Münster überließ er dann anderen das Mikrofon.

Dem HNA-Fotografen wurde am Rande der Kundgebung von einem Teilnehmer des NPD-Marsches die Kamera aus der Hand geschlagen. Sie fiel zu Boden. Dabei erlitt das Teleobjektiv Totalschaden.

Am Münster tauchten dann 25 Gegendemonstranten auf, die den Neonazis aus Göttingen gefolgt waren. Beim Abmarsch der Rechtsextremisten kam es zu einer kleinen Rangelei und verbalen Provokationen zwischen den Rechtsextremisten und den Gegendemonstranten. Die Polizei musste nach eigenen Angaben gegen einen rabiaten Teilnehmer des NPD-Marsches Pfefferspray einsetzen. Vonseiten der Gegendemonstranten sei es eine leere Plastikflasche geworfen worden.

Die Neonazis verließen Northeim mit einem Zug um 15.37 Uhr in Richtung Göttingen. Dann war wieder Ruhe in der Stadt. (ows)

 

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