Unterbringung weiter in Wohncontainern

Northeim: Obdachlose ziehen nicht um

Obdachlosenunterkunft an der Mauerstraße.
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Wohnungslose ziehen hier nicht ein: die ehemalige Obdachlosenunterkunft an der Mauerstraße.

Die Wohnungslosen in der Stadt Northeim werden auch weiterhin in den Containern am Lohgraben nahe des Northeimer Stadtfriedhofs untergebracht.

Northeim - Damit tritt die Northeimer Stadtverwaltung einem in der Stadt kursierenden Gerücht entgegen, dass die Obdachlosen derzeit wieder in die frühere Unterkunft an der Northeimer Mauerstraße ziehen.

Dort waren die Hilfsbedürftigen im Jahr 2017 unter anderem wegen schwerwiegender Brandschutzmängel aus- und in Container nahe des Northeimer Stadtfriedhofs eingezogen (HNA berichtete). Das allerdings war damals als Übergangs- und nicht als Dauerlösung geplant.

Bereits 2016 war von der Stadtpolitik beschlossen worden, entweder eine neue Obdachlosenunterkunft zu kaufen oder zu bauen. Doch bis heute leben die Obdachlosen in den Containern.

Inzwischen wurden auch Überlegungen angestellt, die Containerlösung dauerhaft zu übernehmen.

In einer Mitteilung hat die Northeimer Stadtverwaltung jetzt betont, dass der Eigentümer der Immobilie an der Mauerstraße in den Jahren 2017 und 2018 von der Unteren Bauaufsicht und dem Brandschutzprüfer des Landkreises über die im Inneren des Gebäudes festgestellten Baumängel umfassend informiert worden sei.

Ohne Beseitigung dieser Mängel und deren Kontrolle sei die Nutzung als Wohngebäude weiterhin unmöglich. Und: „Bis heute hat der Eigentümer keine abschließenden und zielgerichteten Bemühungen gegenüber der Stadtverwaltung angezeigt“, heißt es weiter in der Stellungnahme aus dem Rathaus.

Daher würden Obdachlose auch weiterhin und ausschließlich in den Wohncontainern untergebracht.

Dass dies eine Dauerlösung sei, bestätigte die Stadt Northeim aber ebenfalls nicht und betont, dass ein „Runder Tisch Wohnungslosigkeit“, unter anderem mit Vertretern der Stadt und der Lokalpolitik ins Leben gerufen worden sei, der über die weitere Zukunft des Standortes am Lohgraben oder andere Alternativen, wie den seit vielen Jahren diskutierten Neubau einer Obdachlosenunterkunft, berät.

Von Kathrin Plikat

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