Öl-Ringkampf lockt Besucher ins Northeimer Stadion

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Öl-Ringkampf: Der türkische Nationalsport begeisterte die Zuschauer im Northeimer Gustav-Wegner-Staion. 

Northeim. Über 2000 Gäste fanden am Pfingstsonntag den Weg ins Northeimer Gustav Wegner Stadion, wo die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde ein Kulturfest veranstaltete.

Der dabei stattfindende Öl-Ringkampf, der in der Türkei als Nationalsport gilt, war der erste Wettbewerb dieser Art in Niedersachsen.

Das Besondere am Öl-Ringkampf ist, dass sich die Kämpfer von Kopf bis Fuß mit Olivenöl einreiben, um das Einsetzen von Hebeln oder Griffen zu erschweren. Gewonnen hat derjenige, der es schafft beide Schultern des Gegners auf den Boden zu drücken oder den Gegner hochzuheben und drei Schritte zu tragen.

„Vier berühmte Sportler aus der türkischen Öl-Ringkampf- Hochburg Kirkpinar waren dabei“, sagte Müfit Pürtelas vom Gemeinde-Vorstand, der bei einem Besuch eines Ringkampfs in Dortmund vor vier Jahren die Idee hatte, eine solche Veranstaltung nach Northeim zu holen und suchte Unterstützer.

20 Gemeindemitglieder spendeten Geld, um die Reise und Unterbringung der Sportler samt Betreuerstab zu bezahlen. Die Unterstützung sei groß gewesen berichtete Pürtelas. Der Fußballclub Eintracht Northeim stellte seinen Sportplatz zur Verfügung. Außerdem gab es Geld aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ von der KSN-Stiftung und vom Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei. Das Kinder- und Jugendkulturzentrum sponserte damit das Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und Spielen.

Während des Kulturfestes tanzte die Folklore-Gruppe, und die Berliner Janitscharenkapelle „Mehter Takimi“ zeigte folkloristische Darbietungen. Vor der Veranstaltung zogen die Gruppen mit einem kleinen Marsch durch die Northeimer Innenstadt.

Die Feuerwehr, das DRK, die Polizei, die SPD und die Roma-Jugend Northeim-Einbeck waren bei der Veranstaltung mit Informationsständen dabei. Dicht umlagert waren die Zelte mit zahlreichen traditionellen Speisen und Getränken die den gesamten Tag über angeboten wurden.

Dass trotz des nicht gerade idealen Wetters etwa 2000 Besucher gezählt wurden, freute die Veranstalter. „Und wenn das Wetter gut gewesen wäre, wären es sicher doppelt so viele gewesen“, war sich Pürtelas sicher. (zje)

Kulturfest der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde im Northeimer Stadion

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