Regisseur aus Eisdorf traf großes Vorbild

Oscar verpasst, aber glücklich: Patrick Vollrath erzählt von Hollywood

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Beeindruckende Begegnung: Patrick Vollrath aus Eisdorf traf in Hollywood seinen Kollegen, Star-Regisseur Steven Spielberg. Foto: dpa 

Northeim/ Los Angeles. Der 31-jährige Regisseur Patrick Vollrath aus Eisdorf erzählt von seinen Erlebniss bei der Oscar-Verleihung in Hollywood.

Etwas verschlafen und vielleicht auch etwas verkatert hört sich Patrick Vollrath am Dienstag an. Zwar ist die Oscarverleihung, bei der der junge Regisseur aus Eisdorf bei Osterode in der Nacht zu Montag die Chance auf eine der begehrten Trophäen in der Kategorie Kurzfilm verpasst hat, schon fast zwei Tage her, doch Grund zu feiern hatten und haben Vollrath und seine Crew trotzdem immer noch.

Der 31-jährige Vollrath, der inzwischen in Wien lebt, war mit seinem Kurzfilm „Alles wird gut“ für den diesjährigen Oscar nominiert, gewonnen hat aber ein Film aus Schottland über einen Stotterer.

„Mir war klar, dass wir als Außenseiter ins Rennen gehen. Mit einem Drama wie „Alles wird gut“ kann man bei der Filmakademie halt nicht punkten. Aber mein Team und ich sind überhaupt nicht enttäuscht, die Stimmung ist nach wie vor gut, wir hatten ein einmaliges Erlebnis hier in Hollywood.“

Vielleicht nicht einmalig bleibt für den sympathischen 31-Jährigen eine besondere Begegnung: Bei der After-Show-Party nach der Oscar-Verleihung traf er sein großes Vorbild, Star-Regisseur Steven Spielberg. „Ich bin niemand, der den Stars hinterherrennt, um vielleicht ein Selfie zu bekommen. Spielberg wurde mir von einer Bekannten, die lange als Maskenbildnerin bei seinen Produktionen gearbeitet hat, vorgestellt. Da gab es dann natürlich auch ein Foto von uns beiden“, erzählt er grinsend.

Neues Drehbuch 

Er habe kurz mit Spielberg über seinen Kurzfilm „Alles wird gut“ geredet, dann habe der Hollywood-Regisseur ihm empfohlen, er solle endlich mal einen Kinofilm machen. Zwar arbeitet er aktuell an einem neuen Drehbuch - ob das laut Empfehlung von Spielberg schon für einen Kinofilm ist, wollte der 31-Jährige aber noch nicht verraten.

Was er aber gern verrät ist die Tatsache, dass die Partys in Hollywood nicht ganz nach seinem Geschmack sind: „Die Amerikaner können einfach nicht feiern. Nachts um 2 Uhr ist alles vorbei, da kommt keine richtige Stimmung auf. Wer schon mal in Berlin oder Wien richtig Party gemacht hat, weiß, wovon ich rede“, sagt er lachend. Natürlich hat er trotzdem in Los Angeles zusammen mit seinem Filmteam ab und an die Nacht zum Tag gemacht.

Darum ist es auch kein Wunder, dass Vollrath am Donnerstag erstmal von Los Angeles direkt nach Eisdorf reist, um ein paar Tage mit seinen Eltern zu verbringen: „Ich muss erstmal wieder in der Realität ankommen.“

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