Revierkämpfe ab April 

Paarungszeit der Marder bedeutet Gefahr für Autos: Tipps der Kfz-Innung

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Kein Schlauch im Motorraum ist sicher: Wenn ein Marder sich am Innenleben des Autos zu schaffen macht, kann es schnell zu hohen Sachschäden kommen. Bei diesem Marder handelt es sich um ein ausgestopftes Exemplar.

Northeim. Im April beginnen bei den Mardern die sogenannten Revierkämpfe – und die finden häufig im Motorraum von Autos statt, warnt der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC).

Dieses tierische Verhalten zur Paarungszeit merken auch die Kfz-Werkstätten in der Region Northeim, wie Ernst-August Bethel, Obermeister der Kraftfahrzeug-Innung Northeim-Einbeck-Duderstadt im Gespräch mit der HNA bestätigt.

Laut Bethel gibt es keine Automarke, die besonders viel oder wenig von Marderschäden betroffen ist. „Die Tiere suchen sich eine bestimmte Gummimischung aus“, erklärt der Obermeister. Das Problem: Wenn einmal ein Marder im Auto war, ist die Gefahr, wieder einen Marderschaden zu bekommen, laut Bethel sehr groß. Die Tiere verbeißen sich in Kabel, Wasserschläuche und insbesondere in die Anschlussleitungen der Lambda-Sonde. Ernst-August Bethel rät, unbedingt eine Werkstatt aufzusuchen, wenn man im Motorraum Bissspuren von Mardern entdeckt. Schäden können auch erst nach längeren Fahrten bei höheren Motortemperaturen auftreten.

Elektrische Marderabwehr kann Autos schützen

Um sich wirksam vor dem Marder zu schützen, empfiehlt KFZ-Mechanikermeister Bethel eine elektrische Marderabwehr, bei der bis zu zehn Metallplättchen im Motorraum installiert werden, die unter Strom stehen. Dabei nehme der Marder keinen Schaden, werde allerdings wirksam verschreckt. Das System kostet mit Montage bis 150 Euro. Alternativen gibt es in Form von akustischen Anlagen oder, insbesondere auf Dörfern gerne genutzt, mit Gittern, die unter das Auto gelegt werden, über die Wildtiere nicht gerne gehen.

Sollte es doch zum Schaden kommen, zahlt die Teilkaskoversicherung. Hier empfiehlt Bethel eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung. Das gesparte Geld rechne sich im Schadensfall nicht.

Motor nach Marderschaden professionell waschen lassen

Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) empfiehlt nach einem Marderschaden eine fachgerechte Motorwäsche. Hintergrund: Auf die Duftspuren ihrer Artgenossen reagieren die Steinmarder meist sehr aggressiv und mit einer besonders heftigen Beißwut. 

Nicht empfehlenswert sind laut ADAC die als „Geheimtipp“ gehandelten Hundehaare, WC-Steine oder auch Mottenkugeln. Zum einen gehen die Gerüche nach einem Regen schnell verloren, zum anderen gewöhnen sich die Marder an üble Gerüche. Einige Autohersteller bieten zudem an, den Motorraum soweit abzuschotten, dass kein Marder mehr hineinkommen kann.

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