Suche in Northeim: Papagei Coco ist wieder da

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Wieder vereint: Runa Braumanns und ihr Graupapagei Coco. Zum Wiedersehen verwöhnte die Northeimer Campingplatz-Pächterin ihren gefiederten Liebling mit Naturjoghurt.

Northeim. Glückliches Ende einer zweitägigen Flucht: Der afrikanische Graupapagei Coco, der am Sonntagabend ausgebüxt war, ist wieder bei seiner Besitzerin, Runa Braumanns.

„Ich bin so glücklich, dass ihm nichts passiert ist“, sagt die 49-Jährige, die den Campingplatz am Sultmer Berg betreibt. Schließlich könne Coco nicht fliegen, sondern nur segeln und laufen. „Richtig weit weg konnte er also nicht sein“. Dennoch: Die ungewisse Wartezeit sei ihr vorgekommen wie eine halbe Ewigkeit.

Am Sonntagabend hatte Braumanns den handzahmen Vogel wie so oft auf ihre Schulter gesetzt und mit Naturjoghurt, Tomaten und Paprika gefüttert. „Plötzlich flog er davon“, erinnert sie sich. Der 13 Jahre alte Coco sei über den Campingplatz gesegelt und dann zwischen den Bäumen verschwunden. „Wir sind sofort hinterher und haben ihn gerufen, er kam aber nicht mehr zurück.“

Hunde nahmen Fährte auf

Campingplatz-Pächterin Runa Braumanns suchte nach ihrem Graupagagei Coco.

Am nächsten Morgen suchte Braumanns den gesamten Campingplatz ab – vergeblich. Dann holte sie sich Hilfe von Silvia Kaitschick, einer ehemaligen Campingplatzbesucherin, die in Moringen eine Hundeschule betreibt. Kaitschick setzte sich sofort ins Auto und brachte ihre Suchhunde mit. Diese nahmen Cocos Witterung über die Papagei-Schaukel im Käfig auf und machten sich auf die Suche. „Das hat auch erst wunderbar geklappt“, sagt Braumanns. Doch auf Höhe der Kreuzung Verdistraße/Waldschänkenweg, etwa 250 Meter vom Campingplatz entfernt, verloren die Spürnasen die Fährte des flüchtigen Papageis.

Aktualisiert um 18 Uhr

Daraufhin schrieb Braumanns Flugblätter, verteilte sie in der Nachbarschaft, informierte den Tierschutzverein und wandte sich an unsere Zeitung. Als Coco auch am zweiten Tag nicht mehr nach Hause kam, war sie der Verzweiflung nahe: „Ich hatte große Sorge, dass Coco seinen Ausflug nicht überlebt“.

Doch dann klingelte das Telefon. „Coco war ein paar Straßen weiter einem Mann auf die Schulter geflogen“, erzählt die überglückliche Besitzerin. Über den Tierschutzverein kam der Papagei dann wieder nach Hause. „Ihm fehlte es an nichts, er war lediglich etwas müde und hungrig“, sagt Braumanns erleichtert.

Coco muss im Käfig bleiben

Zum Wiedersehen verwöhnte sie ihren gefiederten Freund mit seinem Lieblingsessen: Joghurt, Körner und frisches Gemüse – allerdings im Käfig. „In den nächsten Tagen bleibt Coco erstmal drin“, sagt Braumanns, „nicht, dass er mir noch einmal abhaut.“

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