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Paraffin: Autobahn 7 bleibt zwischen Northeim und Hann. Münden weiter gesperrt

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Von: Kathrin Plikat

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Die Reinigung der A 7 gestaltet sich schwierig. Wann die aktuell noch gesperrte Strecke Richtung Süden freigegeben wird, ist noch offen. Unser Bild zeigt Reinigungsarbeiten am Dienstag im Bereich Nörten-Hardenberg.
Die Reinigung der A 7 gestaltet sich schwierig. Wann die aktuell noch gesperrte Strecke Richtung Süden freigegeben wird, ist noch offen. Unser Bild zeigt Reinigungsarbeiten am Dienstag im Bereich Nörten-Hardenberg. © Hubert Jelinek

Die Autobahn 7 bleibt nach der starken Verschmutzung durch Paraffin auf einer Strecke von fast 60 Kilometern weiter gesperrt. Derweil liegen der Polizei erste Hinweise auf den Verursacher vor,

Northeim/Götttingen/Hann. Münden – Die Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Hann. Münden/Lutterberg bleibt in Richtung Süden weiter gesperrt. Wie lange, ist aber noch völlig unklar. Auf dem rund 60 Kilometer langen Teilstück der A 7 hatte in der Nacht zu Montag vermutlich ein Tanklaster (siehe Hintergrund) große Mengen der Chemikalie Paraffin verloren (HNA berichtete).

Der Regen in der Nacht zu Dienstag hatte die Hoffnung auf Reinigung und Freigabe der Strecke bis Dienstagabend wieder zunichte gemacht: Die schmierige Substanz hatte sich erneut in dem offenporigen Asphalt abgesetzt und die Autobahn wieder in eine Rutschbahn verwandelt. Zu Unfällen sei es aber zum Glück nicht gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei Göttingen. Am Dienstag wurde zunächst ein etwa 1,5 Kilometer langer Teilbereich zwischen den Anschlussstellen Hedemünden und Staufenberg-Lutterberg erneut von Spezialisten bearbeitet, so Patrick Amrhein, Pressesprecher der für diesen Autobahn-Abschnitt zuständigen „Die Autobahn GmbH“.

Am Dienstagvormittag gab es in einer Krisensitzung zwischen den Autobahnbetreibern und der Autobahnpolizei Göttingen offenbar Überlegungen, die Fahrbahn auf dem kompletten 60-Kilometer-Teilstück abzufräsen und zu erneuern. Diese Arbeiten würden sicherlich zu einer wochenlangen Sperrung der Autobahn in Richtung Süden führen. Dazu gab der Pressesprecher auf HNA-Anfrage allerdings keine Stellungnahme ab.

Vielmehr werde nach seinen Worten weiterhin versucht, mit mehr als einem Dutzend Spezialfahrzeugen unter Hochdruck mit heißem Wasser die Substanz aufzulösen und abzusaugen. Ziel sei es nach wie vor, so schnell wie möglich Teilabschnitte der A 7 wieder für den Verkehr freigeben zu können.

Wann das möglich ist, ist laut Amrhein allerdings noch völlig offen. Nach der Wiederfreigabe von Teilabschnitten werden diese aber vorerst auf Tempo 80 begrenzt, betont Amrhein.

Bei der Autobahnpolizei Göttingen sind inzwischen einige Hinweise zum möglichen Verursacher der Fahrbahnverschmutzung auf der Autobahn eingegangen, die derzeit geprüft und abgearbeitet werden. Aufgrund der bisherigen Zeugenaussagen verdichten sich die Hinweise auf einen Sattelzug mit einem sehr hellem Tankauflieger mit seitlichem gelben Aufdruck als möglichen Verursacher, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagabend. Um weitere Zeugenhinweise bittet die Polizei unter Telefon 05 51/491 65 15. (kat)

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