Polizistin bei Einsatz verletzt

Eskalierte Schul-Party in Northeim - Veranstalter mit heftiger Kritik an Security

Ein junger Mann hebt seine geballte Faust
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Nach der eskalierten Party in Northeim haben sich jetzt die Veranstalter zu Wort gemeldet. (Symbolbild)

In Northeim eskaliert eine Schul-Party, eine Polizistin wurde verletzt. Nun äußert sich der Veranstalter zu den Vorwürfen.

Northeim - Hedi Mohammed, Mitorganisator der in der Nacht zu Samstag eskalierten Abi-Party rund ums Northeimer Jägerzelt, hat sich jetzt mit einer langen Stellungnahme öffentlich zu Wort gemeldet. Gleich zu Beginn der Stellungnahme stellt Mohammed richtig, dass es sich keineswegs um eine Abi-Party gehandelt habe: „Die Feier hat nichts mit dem Gymnasium Corvinianum direkt zu tun, sondern wird nur lediglich von den Schüler*innen des Abiturjahrgangs geplant und durchgeführt.“

Dann nennt Mohammed das aus seiner Sicht größte Problem, das auch Ursache für die Auseinandersetzung gewesen sei: „Das eigentliche Problem lag bei der Security, die sich, anstatt ihrer Verantwortung bewusst ihre Aufgaben zu erfüllen, lieber selbst alkoholisiert haben.“

Veranstalter der Party in Northeim hat nicht mit so vielen Gästen gerechnet

Mohammed betont in seiner Funktion als Jahrgangssprecher des Gymnasiums in dem Statement, das er zusammen mit dem Organisatoren verfasst hat, dass er und seine Mitstreiter, basierend auf Erfahrungswerten und der Tatsache, dass fast zwei Jahre lang keine Partys mehr gefeiert werden konnten, 300 bis 350 Gäste zu der Party am Freitagabend erwartet hatten: „Letztendlich haben sich 640 Leute ein Ticket gekauft.“

Außerdem hätten sich vor dem Eingang des Jägerzelts 60 Leute aufgehalten, die kein Ticket gekauft und damit auch nicht an der Party im Gebäude teilgenommen hatten. „So waren es ungefähr 700 Teilnehmende, viel mehr als wir erwartet hatten.“

Zumal die Vorfälle, die später zu Anzeigen durch die Polizei geführt hätten, alle außerhalb der Halle und damit außerhalb der Verantwortung des Organisationsteams stattgefunden hätten. „Die Security, die dort hätte eigentlich eingreifen sollen, hat auch hier ihre Aufgabe nicht wahrgenommen“, so Mohammed.

Veranstalter der Party in Northeim entschuldigen sich bei Polizei

Er und sein Team seien nach den Aufräumarbeiten am Jägerzelt zur Polizeidienststelle Northeim gefahren, um sich zu entschuldigen und der verletzten Polizistin gute Besserung zu wünschen.

Mohammed: „Was mich aber am meisten entsetzt, sind die ganzen negativen Kommentare, vor allem im Internet. Da wird von einer Verrohung und Verdummung der Jugend gesprochen, von den Folgen einer angeblich antiautoritären Erziehung und davon, dass es früher nicht so gewesen sei.“

Veranstalter der Party in Northeim betont: Großteil der Gäste nicht Schüler am Corvinianum

Seine Bitte: Wer sich nicht ausgiebig über die Vorfälle am Wochenende informiert habe, sollte dazu seine Meinung auch nicht abgeben. „Die Behauptung, dass Schüler*innen anderer Schulen nicht so gewalttätig seien, ergibt keinen Sinn, da es eine öffentliche Veranstaltung war, und der Großteil der Gäste, vor allem die Pöbelnden, nicht vom Corvinianum waren.“

Die nach seinen Worten „Baby-Boomer“, die nun behaupten würden, dass es zu „ihren Zeiten“ nicht zu solchen Vorfällen wie in der Nacht zu Samstag gekommen sei, würden schlicht und einfach lügen. Und: „Trotz der Negativpresse war die diesjährige Corviparty durchaus erfolgreich.“ (kat)

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