Firma Krämer möchte unterhalb der Klinik bauen

Pferdemarkt in Northeim: Ob Unternehmen kommt, ist nicht mehr sicher

Northeim. Die Firma Krämer, die in Northeim einen Pferdesportfachmarkt bauen will, ist von den neusten Entwicklungen nicht begeistert.

Im Northeimer Rathaus laufen die Planungen für die Ansiedlung eines Pferdesport-Fachmarktes der Firma Krämer in Northeim auf Hochtouren – ob das Unternehmen Krämer aber überhaupt noch nach Northeim kommt, ist nicht mehr sicher.

Geschäftsführer Frank Schmeckebecher sagte auf HNA-Anfrage, dass sein Unternehmen sich nur in Northeim auf dem ursprünglich geplanten Grundstück unterhalb der Klinik niederlassen werde, nicht auf einem Alternativgrundstück.

Zum Hintergrund: Die Gruppe aus CDU, SPD, FDP und Grünen im Northeimer Rat hat vor einer Woche die Verwaltung damit beauftragt, alternativ mit dem Investor zu erörtern, ob der Markt nicht auch auf der anderen Seite der Bundesstraße 3 neben dem Autohof gebaut werden könne. Über einen Flächentausch mit der Klosterkammer, die Eigentümerin des Geländes ist, könne Krämer dann trotzdem auf Eigentum bauen.

Dafür müsste aber die Klosterkammer ins Boot geholt werden. Doch darauf will sich die Firma Krämer nicht einlassen: „Mein Wissensstand ist, dass wir Flächen pachten müssten. Das wollen wir nicht“, sagte Geschäftsführer Schmeckebecher.

Northeims Stadtbaurat Lars Bredemeier habe ihn kürzlich angerufen und von dem Alternativvorschlag berichtet. „Der Northeimer Bürgermeister hat mir seit Beginn der Planungen immer wieder das Grundstück unterhalb des Krankenhauses schmackhaft gemacht und sich „aktiv und mutig“ für mich eingesetzt. Ich weiß jetzt nicht mehr, ob mein erster Eindruck, den ich hatte, noch richtig ist. Und ich weiß auch nicht, ob der Northeimer Bürgermeister und Herr Bredemeier an einem Strang ziehen.“

Northeim sei für sein Unternehmen der ideale Standort zwischen den Märkten in Braunschweig und Lohfelden. „Aber nur unterhalb der Klinik“, betont Schmeckebecher.

Der Krämer-Geschäftsführer hat auch Stellung zu den Einwänden gegen die Ansiedlung seines Unternehmens auf dem ursprünglichen Standort genommen: „Das ist alles total aus der Luft gegriffen.“ Die Firma Krämer verkaufe nun mal alles rund ums Pferd, auch Sättel. „Wir planen daher auch einen kleinen Reitplatz. Wenn unsere Kunden einen Sattel auf ihrem Pferd ausprobieren wollen, bringen sie ihr Pferd im Anhänger mit und können den Sattel für eine oder zwei Stunden samt Pferd testen.“ Erfahrungen anderer Märkte hätten gezeigt, dass das nur selten vorkomme: „Wenn das pro Woche vier Stunden sind, ist das viel“, so Schmeckebecher. Konzept vorstellen Auch die Befürchtungen, dass der startende und landende Rettungshubschrauber an der Helios-Klinik zum Problem werden könne, kann Frank Schmeckebecher nicht nachvollziehen: „Wir haben in Graz in Österreich einen Markt in der Einflugschneise des dortigen Flughafens. Da hat es noch nie Probleme mit den Pferden gegeben.“ Der Krämer-Geschäftsführer will den Northeimer Bürgermeister, sobald dieser aus dem Urlaub zurück ist, anrufen und ihn bitten, dass er sein Unternehmen und das Konzept für den Markt in Northeim in den entscheidenden politischen Gremien vorstellen darf. Angesichts des Hick-Hacks in Northeim habe ihn auch schon eine „größere Nachbargemeinde“ Northeims kontaktiert und ihm angeboten, sich dort niederzulassen. „Der Ort liegt aber leider nicht an der Autobahn“, so Schmeckebecher. Die Northeimer Stadtverwaltung, die von der HNA zur aktuellen Diskussion um den Pferdesportfachmarkt um eine Stellungnahme gebeten wurde, antwortete einmal mehr kurz und knapp: „Wir sagen dazu nichts.“  

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