Trotz einiger Hürden hält Firma Krämer an Northeim fest

Pferdesportmarkt in Northeim kommt 2023

Ein Krämer Pferdesport-Fachmarkt, aufgenommen in Sulzemoos in Bayern. So soll er auch in Northeim aussehen.
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Ein Krämer Pferdesport-Fachmarkt, aufgenommen in Sulzemoos in Bayern. So soll er auch in Northeim aussehen.

Im Jahr 2023 soll in Northeim der seit Jahren angekündigte Pferdesport-Fachmarkt des Unternehmens Krämer an der Autobahn 7 eröffnen. Das hat Krämer-Geschäftsführer Frank Schmeckenbecher auf HNA-Anfrage bestätigt.

Northeim - Damit schafft er das seit Monaten bestehende Gerücht aus der Welt, sein Unternehmen werde – wie auch Amazon – dem Standort Northeim eine Absage erteilen. Obwohl – ganz abwegig ist das Gerücht nicht, räumt Schmeckenbecher ein, der bereits im März 2016 mit seiner Planung für einen „Mega-Store“ für Pferdesport-Artikel an die Stadt Northeim herangetreten war. „Ich habe im Herbst 2021 Bürgermeister Hartmann gesagt, wenn die Baugenehmigung nicht bis Ende des Jahres vorliegt, ziehe ich mich zurück“. Inzwischen betreibe sein Unternehmen an 46 Orten in Deutschland und Österreich Pferdesport-Fachmärkte, aber ein solches Hin und Her wie in Northeim habe er bislang noch nie erlebt, erzählt der Firmenchef.

Die Baugenehmigung für Northeim liege zwar immer noch nicht vor, so Schmeckenbecher, aber mit den Genehmigungen und Vertragsverhandlungen sei man inzwischen ein gutes Stück weiter, sodass 2023 die ersten Bagger rollen könnten. Das sollen sie auf einem rund 11 500 Quadratmeter großen Grundstück in Verlängerung des Northeimer Autohofs an der A 7, das das Unternehmen Krämer gekauft hat (HNA berichtete). Nach vielen Diskussionen, Bedenken und damit langen Verzögerungen der Planung hatte im vorigen Jahr auch die Northeimer Kommunalpolitik grünes Licht gegeben für die notwendige Änderung des Bebauungs- und des Flächennutzungsplans für den Bereich an der A 7.

Froh ist Krämer-Chef Schmeckenbecher, dass die vorgeschriebene Schaffung von Ausgleichsflächen für die Landversiegelung an der Autobahn nicht, wie zuerst vorgesehen, nahe Hammenstedt umgesetzt werden muss, sondern direkt auf dem neuen Grundstück erfolgen kann. „Die Fläche ist eigentlich viel zu groß, aber wir dürften wegen der Nähe zur Autobahn sowieso nur zwei Drittel bebauen“.

Entlang der Autobahn 7 und damit auf seinem Grundstück gibt es laut Krämer-Geschäftsführer Schmeckenbecher eine rund 40 Meter breite sogenannte Bauverbotszone, die die Bebauung von mindestens einem Drittel seines Grundstücks untersagt.

Das sei aber überhaupt nicht tragisch, so der Unternehmer, denn der neue Krämer-Mega-Store habe eine Verkaufsfläche von gut 1200 Quadratmetern, auch mit Parkplätzen und Nebenanlagen reiche der Platz an der A 7 völlig aus.

Was ihm weiterhin leichte Bauchschmerzen bereite, sei die Zufahrt zu dem Grundstück, die laut Schmeckenbecher noch immer in einem sehr schlechten Zustand sei: „Das muss komplett neu gemacht werden.“ Da die Stadt Northeim laut aktuellem Entwurf des Erschließungsvertrags die Erschließung nicht selbst machen kann, so Schmeckenbecher, will die Firma Krämer das nun erledigen. „Wir suchen jetzt einen Erschließungsträger, übernehmen auch die Kosten“, so Schmeckenbecher, dessen Unternehmen damit auch Eigentümer der Grundstückszufahrt werde.

Wenn alles fertig sei, werde man das Gelände wieder an die Stadt zurückgeben. Allerdings gebe es aus Schmeckenbechers Sicht auch noch ein zweites Problem: Ein anderes Unternehmen auf dem Autohof möchte seine hohe Werbe-Pylone erneuern und an anderer Stelle aufstellen. Das würde aber bedeuten, dass die Kunden des Krämer-Marktes bei der Anfahrt einen „120-Grad-Knick“ fahren müssten, was mit Pferdeanhängern schwierig sei.

„Das muss halt noch alles geregelt werden im Rahmen des Erschließungsvertrags. Aber ich bin guter Dinge. Denn in Northeim wird ja bekanntlich gern und umfangreich geregelt“, so der Unternehmer. (kat)

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