Lärm durch Bushaltestelle sorgt für Ärger bei Anliegern

Pflaster lässt im Northeimer Dörtalsweg Anhänger springen

Mehrere Menschen mit Gesichtsmasken zeigen auf eine gepflasterte Straßenfläche
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Ärgern sich über Lärmbelästigung: Anlieger des gerade erst sanierten Dörtalsweges auf der gepflasterten Straßenfläche im Bereich der neu gestalteten Bushaltestelle.

Die Anlieger des Northeimer Dörtalswegs sind sauer auf die Stadt Northeim.

Northeim – Die gepflasterte Straßenfläche des gerade sanierten Dörtalsweges sorgt im Bereich der neuen Bushaltestelle bei den direkten Nachbarn für eine enorme Lärmbelästigung – insbesondere aufgrund des aktuell zunehmenden Baustellenverkehrs für das neue Baugebiet am Wieter.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt hatten CDU und FDP diese Kritik aufgegriffen und die Stadtverwaltung aufgefordert, kurzfristig durch eine bauliche Veränderung für eine Abhilfe zu sorgen.

Nach Einschätzung von Thomas Hunold, Leiter des Northeimer Tiefbauamtes, ist das allerdings nicht notwendig. Er betonte, dass die Bauarbeiten fachgerecht ausgeführt worden seien und plädierte dafür, stattdessen den Baustellenverkehr über die Feldwege zu leiten und die im Dörtalsweg geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 besser zu überwachen. Darüber hinaus würde eine nachträgliche bauliche Veränderung 10 000 Euro kosten.

Damit möchte sich Jörg Trockel, der direkt neben der Bushaltestelle wohnt, selbst im Tiefbau gearbeitet hat und die Lärmbelästigung mit Videoaufnahmen dokumentiert hat, nicht zufrieden gebeben.

Jörg Trockel, Anlieger im Dörtalsweg

Er bestritt in der Sitzung, dass die ausgeführten Arbeiten kontrolliert worden seien und betonte, dass er bei den Übergängen von der Fahrbahn zur Pflasterung erhebliche Niveauunterschiede festgestellt habe. „Kein Wunder das hier Lastwagen und leere Anhänger den Kontakt zum Boden verlieren und springen.“

Schon lange vor Beginn der Sanierung des Dörtalswegs habe er mehrfach bei Anwohnerversammlungen darauf aufmerksam gemacht, dass eine Pflasterung im Bereich der Bushaltestelle Lärmbelästigungen für die Anlieger zur Folge haben würde, sagt Trockel. „Aber man hat mir nicht geglaubt und ich musste mir anhören, dass diese Bauweise üblich sei.“

Aus Sicht der Anlieger ist das Problem keinesfalls mit einer besseren Geschwindigkeitskontrolle zu beseitigen. Sie fordern unabhängig von den Kosten eine bauliche Veränderung.

Unstrittig sei, dass es eine zu hohe Lärmbelastung gebe, räumte Northeims Baurat Frederik Backhaus in der Sitzung ein.

Ob tatsächlich aber eine bauliche Veränderung notwendig sei, um das zu ändern oder möglicherweise auch andere Maßnahmen infrage kämen, sei nun zu klären. „Wir schauen uns das noch einmal an“, sicherte Tiefbauamt-Chef Hunold schließlich zu.

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