Aktionstage am Freitag und Samstag

Piks nun auch für Jugendliche im Northeimer Impfzentrum

Eine Patientin lässt sich impfen. Foto: Martin Schutt/dpa
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Impfung (Symbolbild)

Das Northeimer Impfzentrum in der Stadthalle bietet am Freitag, 16. Juli, und Samstag, 17. Juli, eine spezielle Impfaktion für Kinder und Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr an.

Northeim - An beiden Tagen können sich Jugendliche in der Zeit von 10 bis 17 Uhr mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech impfen lassen. Das teilte die Kreisverwalttung mit.

Das Impfzentrum des Landkreises Northeim beteiligt sich damit an der landesweit vom Sozialministerium beworbenen Impfaktion für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung.

Termine für die Sonderaktion könnten ab sofort gebucht werden, und zwar ausschließlich online über das Impfportal des Landes unter impfportal-niedersachsen.de.

Zum Impftermin müssten die Kinder und Jugendlichen von mindestens einem Erziehungsberechtigten begleitet werden, denn vor dem Impfen sei eine Zustimmung erforderlich. Mitzubringen seien Ausweispapiere und der Impfpass.

Frank Beckmann, Leiter des Impfzentrums, betont zudem, dass die Warteliste für das Northeimer Impfzentrum fast vollständig abgearbeitet sei. Es gebe regelmäßig freie Impftermine, die über das Landesportal gebucht werden können.

Die Leiterin der Kreis-Gesundheitsdienste, Dr. Regina Pabst, wirbt für eine Impfung auch für Heranwachsende ab 12 Jahren, obwohl diese von der Ständigen Impfkommission nicht für alle Jugendlichen empfohlen wird.

Dr. Regina Pabst, Leiterin Gesundheitsamt Landkreis Northeim

„Bei vielen Schülern sind schon erhebliche Bildungslücken entstanden, deren Aufarbeitung oft sehr schwierig sein wird“, sagt sie. „Kinderärzte und Kinderpsychologen weisen immer nachdrücklicher auf diese Probleme hin. Zudem gingen die Ansteckungszahlen aufgrund der Virusvarianten und Reisetätigkeit jetzt schon wieder nach oben, sodass zu befürchten sei, dass wieder Quarantänemaßnahmen bei ungeimpften Schülern und Kontaktpersonen ergriffen werden müssen.

Pabst: „Vor diesem Hintergrund sehe ich zusätzlich zu den medizinischen Aspekten auch eine Bildungsindikation für die Impfung der Kinder und Jugendlichen. Für meine eigenen Kinder habe ich den Impftermin bereits gebucht. So ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass zukünftig meine Kinder auch dann in die Schule gehen können, wenn einzelne kranke Mitschüler den Unterricht besucht haben.“ Denn die durchgeimpften Kinder würden nur noch in wenigen Fällen von Quarantänemaßnahmen betroffen sein. 

Die Entscheidung bezüglich einer Impfung sollten die Sorgeberechtigten möglichst in Absprache mit ihrem Kind treffen, so Dr. Pabst weiter. Für die inzwischen pandemiemüden Kinder könnte es dabei schon ein interessanter Aspekt sein, wenn man wieder ohne Testungen und relativ sorglos beispielsweise zu Treffen mit anderen Kindern, zu Klassenfahrten und in den Sportverein gehen könne, sagt die Chefin der Kreisgesundhereitsdienste.

Stiko empfiehlt Impfung eingeschränkt

Die ständige Kommission (Stiko) empfiehlt die COVID-19-Impfung derzeit nicht für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, sondern nur für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen oder wenn sie sich im Umfeld von gefährdeten Personen befinden, die sich selbst nicht schützen können. Der Impfstoff von Biontech ist aber für die Impfung der Kinder ab 12 zugelassen. Das Gesundheitsamt des Kreises Northeim wirbt für eine Impfung. (Axel Gödecke)

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