Sanierung würde so viel kosten wie ein Neubau

Politiker einig: Northeim soll neue Sporthalle am Schuhwall bekommen

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Sanierung vom Tisch: Die Sporthalle am Schuhwall in Northeim soll nicht umgebaut werden. Der Jugend- und Sportausschuss und der Bauausschuss haben sich für einen Neubau ausgesprochen.

Northeim. Der weitere Weg für die Zukunft der Northeimer Schuhwall-Sporthalle, in der der Northeimer Handballclub seine Drittliga-Punktspiele austrägt, scheint klar.

Am Northeimer Schuhwall soll ein Hallenneubau realisiert werden. Der Grundsatzbeschluss dazu fiel sowohl im Jugend- und Sportausschuss als auch im Bauausschuss einstimmig aus. Endgültig entscheidet der Rat am 25. Oktober.

Nur wenige Stunden vor den Sitzungen war den Ratsfraktionen die Wirtschaftlichkeitsberechnung übermittelt worden, die die Hildesheimer Architektengruppe Zingel für die Stadt erstellt hat. Ziel war es, herauszufinden, ob eine Sanierung und Erweiterung der 1968 gebauten und für Bundesligaspiele zu kleinen Althalle günstiger ist, als ein Neubau. Eindeutiges Ergebnis: Das ist nicht der Fall.

Die Sanierung der alten Halle nach den Vorgaben der Stadt als Bauherrin und des Handballbundes würde mit 11,2 Millionen Euro genauso viel kosten wie ein Neubau einer 27 mal 45 Meter großen Dreifachsporthalle, wobei beide Varianten Tribünen für etwa 750 Zuschauer sowie Gastronomie- sowie Gymnastik, und Vereinsräume vorsahen. Festzustellen sei jedoch, dass der Aufwand einer Generalsanierung im Bereich baulicher und technischer Anlagen aufwendiger ist, als bei einem Neubau, sagen die Gutachter. Zudem würde der Zuschnitt sowie dass innere und äußere Erscheinungsbild der Halle auch nach einer Generalsanierung nicht den heutigen Ansprüchen einer zeitgemäßen, modernen Sportstätte entsprechen.

Sowohl die Sprecher der SPD-Fraktion als auch der CDU-Grünen-Gruppe stellten im Ausschuss klar, dass sie die Neubau-Variante wollen. Sie stelle die nachhaltigere Lösung dar. Auch die Verwaltung sieht das so. Sowohl die Investitionen für die energetische Sanierung und bauliche Erweiterung als auch die zu prognostizierenden Betriebskosten der bestehenden Halle seien gegenüber einem Neubau – auf eine Laufzeit von 25 Jahren betrachtet – höher.

So sieht das Konzept aus

Der Grobentwurf der Zingel-Architektengruppe für einen 11,2 Millionen Euro teuren Neubau auf dem Gelände der abgerissenen Realschule sieht den Bau einer Dreifeldhalle (27 mal 45 Meter) vor. Im Erdgeschoss sind auch ein 100 Quadratmeter großer Gymnastikraum, ein 200 Quadratmeter großer Gastronomiebereich mit Küche und 110 Plätzen, eine barrierefreie Tribüne für 220 Personen, Geräteräume, Umkleide- und Duschräume, ein Foyer/Lounge sowie ein 150 Quadratmeter großer Vereinsbereich mit Gruppen-/Schulungsraum vorgesehen. 

Im Obergeschoss sind eine Tribüne für über 500 Besucher sowie ein VIP-Raum/Seminarbereich für 80 Personen geplant. Laut Kämmerer Jörg Dodenhöft handelt es sich um ein sehr großzügiges Raumprogramm, das eventuell auch Sparpotenzial habe. 

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