Quote bei Verkehrstoten ist hoch

Polizei Northeim: Das Handy am Steuer ist ein Killer

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Risiko am Steuer: Handynutzung während der Fahrt ist häufige Unfallursache in der Region.

Northeim. Dass die Nutzung von Handys während der Fahrt gefährlich und verboten ist, weiß inzwischen jeder. Das schreckt allerdings die Wenigsten davon ab, es trotzdem zu tun.

Kaum jemand macht sich in solch einem Moment Gedanken darüber, dass die Nutzung von Handys ohne Freisprecheinrichtung inzwischen an der Spitze der häufigsten Unfallursachen steht. Und es kommt noch schlimmer: Die Polizei geht davon aus, dass von den zehn Verkehrstoten 2015 im Bereich der Inspektion Northeim / Osterode fünf vor dem tödlichen Crash per Handy telefoniert oder sogar eingetippte Nachrichten verschickt haben. „Das ist einfach nur erschreckend und deprimierend“, sagt Polizeihauptkommissar Dieter Armbrecht vom Präventionsteam.

Polizeikommissarin Simone Köhler erlebt die Handynutzung am Steuer täglich in der Praxis, wenn sie auf Streife unterwegs ist. „Viele merken noch nicht einmal, dass wir sie stoppen wollen, so sehr sind sie abgelenkt. Wir müssen dann als letztes Mittel unsere Sirene einschalten.“

Die Ausreden der Betroffenen, die sich laut Köhler schon ertappt fühlen, kennen sie und ihre Kollegen zur genüge. „Ich habe mich nur am Ohr gekratzt“, „Mein Chef hat angerufen“ oder „Ich habe einen Krankheitsfall zu Hause“. Egal, was als Antwort kommt, dann sind 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei fällig.

Sowohl Dieter Armbrecht als auch Simone Köhler haben kein Verständnis dafür, das während der Fahrt geklärt werden muss, ob daheim die Kartoffeln schon gar sind oder der Liebsten ein Gruß gesendet werden muss. „Beides kann das Leben kosten.“ Ebenso wenig können die beiden nachvollziehen, dass von daheim ins Auto angerufen wird, obwohl bekannt ist, dass keine Freisprecheinrichtung vorhanden ist. „Da sind die Anrufer in der Mitverantwortung.“

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