Auf Schnee wird zu schnell gefahren

Polizei Northeim: Schnee stoppt Raser und Drängler nicht

Northeim. 42 Verkehrsunfälle hat die Polizei am vorigen Sonntag, als das erste Mal kräftige Schneefälle für glatte Straßen sorgten, im Kreis Northeim und dem Altkreis Osterode aufgenommen.

Zum Glück, so Polizeihauptkommissar Peter Schliep, habe es nur einen oder zwei Leichtverletzte gegeben. Allerdings belief sich der Sachschaden auf insgesamt über 100.000 Euro.

„Das hatten wir in der Menge in den vorigen Jahren nicht. Und wir wissen nicht, warum es diesmal so viele Unfälle gab“, so Schliep.

Zwar seien inzwischen fast alle Autofahrer im Winter mit Winterreifen unterwegs, das schütze aber trotzdem nicht automatisch vor einem Unfall: „Viele sind einfach zu schnell unterwegs, haben ihre Geschwindigkeit nicht der winterlichen Witterung angepasst“, so der Polizeibeamte, der seit vielen Jahren für die Polizei Verkehrsunfälle und ihre Ursachen genau unter die Lupe nimmt.

Jahr für Jahr sei er immer wieder überrascht, dass es beim „sichtbaren Winter“ mit Schnee zu zahlreichen Unfällen kommt. „Vielleicht liegt es am ersten Aufeinandertreffen von Autofahrern und Schnee nach monatelanger Pause. Eine echte Erklärung gibt es aber nicht.“

Doch nicht nur die Schnellfahrer und Drängler provozieren durch ihre Fahrweise Unfälle, wenn die Straßen schneebedeckt sind. „Wir beobachten auch immer wieder, dass Fahranfänger Unfälle verursachen. Sie erleben das erste Mal am Autosteuer einen Winter und wissen nicht, wie sie sich in der Praxis richtig verhalten müssen“, sagt Schliep. Daher appelliert er an die Eltern der jungen Autofahrer, ihre Kinder für die besondere Gefahrensituation im Winter zu sensibilisieren.

Dazu gehöre auch, dass sich „Langsamfahrer“ auf glatten Straßen nicht von Dränglern, die es laut Verkehrsexperte Schliep leider auch immer noch zuhauf gibt, aus der Ruhe bringen lassen. 

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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