Polizei warnt nach Unwettern vor betrügerischen Dachdeckern

Northeim. Die Northeimer Polizei warnt vor betrügerischen Handwerkern, die nach den Unwettern der vergangenen Tage ungefragt Reparaturarbeiten anbieten.

Zuletzt seien vermehrt Hinweise eingegangen, wonach Dachdeckerkolonnen, die von den britischen Inseln kommen, Hausbesitzern im Landkreis ihre Arbeiten angeboten haben, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Diese Dachdeckerkolonnen fahren umher, klingeln an Einfamilienhäusern und bieten ihren Service, zum Beispiel eine kostengünstige Überprüfung des Daches, für einen vermeintlichen „Schnäppchenpreis“ von wenigen hundert Euro an. Nach der Prüfung des Daches zeigen sie morsche Holzreste vor, die sie dort angeblich vorgefunden haben. „Tatsächlich aber haben die Betrüger diese Holzreste bereits mit aufs Dach genommen, um dem Hausbesitzer einen unnötigen Reparaturauftrag zu entlocken“, warnt die Polizei.

Unterschreibt der Hausbesitzer nicht sofort einen Reparaturauftrag, droht der Dachdecker, das Foto an die Gebäudeversicherung zu senden mit dem Hinweis, der Hausbesitzer erhalte beim nächsten Unwetterschaden kein Geld. Nach dem Ende der Arbeiten verlangen die Handwerker dann einen vielfach höheren Preis von zum Teil über 10.000 Euro. Teilweise sollen sie sogar Gewalt androhen und die Opfer dazu zwingen, zur Bank zu fahren und das Geld sofort zu übergeben.

Tipps der Polizei

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei Hausbesitzern Tipps, wie sie sich vor Betrügern schützen können.

1. Vorsicht bei Unbekannten: 

Hausbesitzer sollten bei reisenden Handwerkern, die sie nicht kennen, grundsätzlich Vorsicht walten lassen, rät die Polizei. Im Gewährleistungsfall stehen sie häufig nicht mehr gerade.

2. Schriftliches Angebot: 

Um sich vor Betrügern zu schützen, ist es wichtig, ein schriftliches und verbindliches Angebot einzufordern. Nur so können sich Hausbesitzer vor unvorhergesehenen Kosten schützen.

3. Firma überprüfen: 

Die Firmenanschrift des Betriebes sollte vor der Auftragsvergabe überprüft werden. Im Zweifel sollten sich Hausbesitzer mit ihrem anerkannten Fachbetrieb „von nebenan“ in Verbindung setzen. Wer unsicher ist, welche Firma er beschäftigen will, sollte Kontakt zur Handwerkskammer seines Bereiches aufnehmen und sich umfassend beraten lassen.

4. Schnäppchen hinterfragen: 

Jeder, der von Unbekannten an der Haustür aufgesucht und mit Angeboten konfrontiert wird, sollte das vermeintliche Schnäppchen kritisch hinterfragen, rät die Polizei. Nicht immer verbirgt sich hinter einem Angebot auch ein Reingewinn.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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