In den Landkreisen Northeim und Osterode

Polizei warnt vor Phishing: Betrüger ergaunerten  24.000 Euro

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Bankgeschäfte bequem zuhause erledigen: Gegen Betrüger rät die Polizei zur Vorsicht.

Northeim. Betrüger haben mit sogenanntem Phishing in den vergangenen Wochen in den Landkreisen Northeim und Osterode insgesamt 24.000 Euro ergaunert.

Das hat die Polizei mitgeteilt. Die Täter gehen nach Erkenntnissen der Ermittler mit einer seit langem bekannten Masche vor. Dabei wird der Computer oder das Smartphones des Opfers zunächst mit Schadsoftware („Trojaner") infiziert. Das gelingt beispielsweise, wenn das Opfer E-Mail-Anhänge unbekannter Herkunft öffnet. Auch beim Surfen auf dubiosen Internetseiten kann Schadsoftware auf den Rechner gelangen.

In Fragen und Antworten erläutern wir die Masche und geben Tipps der Polizei weiter, wie man nicht zum Opfer wird.  

Wie kommen die Betrüger an das Geld vom Konto?

Hat sich der Trojaner beispielsweise durch das Öffnen eines E-Mailanhangs auf dem Rechner installiert, spiegelt das Schadprogramm dem Opfer bei der Nutzung von Online-Banking vor, dass eine höhere Fehlbuchung beispielsweise vom Finanzamt oder einem Rechtsanwalt auf seinem Konto eingegangen ist, und fordert ihn auf den Betrag zurückzuüberweisen. Dazu soll er eine seiner Transaktionsnummern (Tan) eingegeben. Dass es die Fehlbuchung nicht gegeben und das vermeintlich zurücküberwiesene Geld verloren ist, merkt der Kontoinhaber erst, wenn er das nächste Mal Online-Banking macht.

Wohin geht das ergaunerte Geld?

Da die Banken ihre Schutzmaßnahmen verbessert haben und es mittlerweile nicht mehr so ohne weiteres möglich ist, hohe Beträge auf ausländische Konten zu überweisen, leiten die Täter nunmehr das Geld auf deutsche Konten um. Dazu werden per E-Mail Personen in Deutschland als sogenannte „Finanzagenten“ angeworben. Auf deren Konten landen die ergaunerten Summe. Diese sollen dann von den Agenten schnell weitergeleitet werden, zum Beispiel durch den Kauf von sogenannten Bitcoins (einer Form der digitalen Währung).

Machen sich diese Finanzagenten strafbar?

Ja. Sie machen sich dabei der Geldwäsche strafbar und müssen mit einem Strafverfahren und mit Schadensersatzansprüchen der Phishing-Opfer rechnen.

Was können Phishing-Opfer tun, um ihre Geld zurückzubekommen? Geschädigte sollten sofort sowohl die eigene Hausbank als auch die Empfängerbank von der Transaktion in Kenntnis zu setzen, um den Vorfall noch zu stoppen, bevor das Geld abgehoben oder weiter geleitet wird. Außerdem rät die Polizei dringend zur Strafanzeige.

Wie sollte man mit E-Mails unbekannter Herkunft umgehen?

Um das Risiko zu minimieren empfiehlt die Polizei, einen aktuellen Virenscanner zu verwenden und diesen durch regelmäßige Updates auf dem aktuellsten Stand zu halten. E-mail-Anhänge unbekannter Herkunft im Zweifel nicht öffnen. Auch auch Links in E-Mails mit unbekanntem Absender sollte man nicht anklicken. Außerdem rät die POlizei, Apps nur von vertrauenswürdigen Quellen vom Anbieter ihres Betriebssystems wie dem Apple Store, Google Play und dem Microsoft App Store. zu verwenden.

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