Tot auf einer Weide bei Höckelheim entdeckt

Pony wohl mit unreifem Weizen gefüttert - Tier stirbt

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Vermuten Weizen als Todesursache: Tanja Fries-Schwan und Petra Trebbin (v.l.) an der Weide. Hinten: Das Weizenfeld.

Northeim. Auf einer Weide in der Northeimer Ortschaft Höckelheim ist ein totes Pony gefunden worden. Die Besitzerin vermutet eine tödliche Fremdfütterung durch Spaziergänger.

„Als wir am Donnerstagabend auf der Koppel waren, hat sich Ravell schon merkwürdig verhalten“, berichtet Petra Trebbin aus Höckelheim. Die 56-jährige wunderte sich, warum ihr sonst so zutrauliches, zehnjähriges Pony abseits von den anderen Tieren auf der Koppel stand. Am Freitagmorgen fand sie das Pony tot auf seiner Weide hinter dem Schützenhaus in Höckelheim.

Zusammen mit ihrer Nachbarin Tanja Fries-Schwan, die eine Pferdezucht mit 20 Tieren betreibt, versuchte Petra Trebbin die Todesursache herauszufinden. Bei der Ponyleiche entdeckten die beiden Frauen Getreidekörner. Ein großes Feld liegt direkt gegenüber, der Weizen ist noch grün. „Wir haben dann recherchiert und uns erschrocken, wie giftig unreifer Weizen ist“, erzählt Tanja Fries-Schwan und vermutet, dass Spaziergänger dem Pony das tödliche Futter gegeben haben. Böse Absichten unterstellen beide Pferdeliebhaberinnen aber nicht. „Das ist schlicht Unwissenheit“, sagt Petra Trebbin.

Es ginge nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen, sondern darum, auf ein Problem aufmerksam zu machen. Fallobst, überreife Früchte, schimmeliges Brot und selbst Gras seien unter Umständen schädlich für den empfindlichen Pferdemagen.

Was dürfen Fremde füttern, wenn sie Pferden auf der Weide etwas gutes tun wollen? „Gar nichts“, erklärt Petra Trebbin knapp. Spaziergänger wüssten nie, was das Pferd vorher gefressen hat. An der Koppel soll jetzt ein Hinweisschild aufgestellt werden.

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