Post-Probleme: „Es ist ein einziges Chaos“

Northeim. Ein weiterer Postzusteller berichtet aus der täglichen Praxis. Viele Kollegen seien total überlastet.

Die Welle der Zuschriften zu den Problemen bei der Postzustellung (wir berichteten) reißt nicht ab. Gestern erreichte uns ein Brief eines Postzustellers, der bestätigte, dass die Kritik der HNA-Leser völlig berechtigt sei, denn die Probleme seien allgegenwärtig.

„Es ist ein einziges Chaos. So einen Zustand hat es noch nie gegeben“, sagt der Informant, der aus verständlichen Gründen anonym bleiben möchte.

Dass die Post liegen bleibe, sei mit Blick auf den Abbau der Urlaubstage bis Weihnachten verständlich. Hinzu komme ein hoher Krankheitsstand, den er darauf zurück führt, dass die Mitarbeiter ständig überfordert seien. „Durch viel zu groß bemessene Bezirke müssen die Zustellen täglich ihre Touren abbrechen, weil sie das Pensum nicht schaffen können.“

Die Post spreche von Einzelfällen oder wolle diese Probleme gar nicht wahr haben. Wie schon sein Kollege (die HNA berichtete) darstellte, werde die Verantwortlichen der Post nie etwas zugeben. „Die Herren der Post sollten ihre Augen öffnen. Die sehen doch nur eins: Wie kann ich auf Kosten der Mitarbeiter noch mehr Gewinn machen?“

Er glaubt, dass sich die Postkunden diese Situation nicht länger gefallen lassen. „Die Dienstleistungen sind ja schließlich alle mit dem Porto bezahlt.“

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