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Preissteigerungen wirken sich auf Krankenhäuser aus

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Energiekosten stellen auch für die Helios-Albert-Schweitzer-Klinik in Northeim (Bild) einen erheblichen Kostenpunkt dar. Archiv
Energiekosten stellen auch für die Helios-Albert-Schweitzer-Klinik in Northeim (Bild) einen erheblichen Kostenpunkt dar. (Archivfoto) © Hubert Jelinek

Dank langfristiger Liefervereinbarungen sind in diesem Jahr die Kosten für Energie in der Helios Albert-Schweitzer-Klinik in Northeim und im Einbecker Bürgerspital noch abzufedern. „Für das Jahr 2023 erwarten wir durch neu abzuschließende Energieverträge jedoch Preisanstiege“, heißt es aus dem Bürgerspital auf HNA-Nachfrage.

Frank Mönter
Frank Mönter © Helios

Northeim/Einbeck – Frank Mönter, Helios-Klinikgeschäftsführer in Northeim, erklärt, dass man die Entwicklung der Energiepreise sehr genau beobachten und sich bestmöglich auf die damit verbundenen Herausforderungen einstellen werde. Da Krankenhäuser zur kritischen Infrastruktur gehören, sei er zuversichtlich, dass die Politik die notwendigen Schritte ergreifen werde, um die medizinische Versorgung der Patienten in den Krankenhäusern dauerhaft sicherzustellen.

Aktuell gebe es keine Einschränkungen in der medizinischen Versorgung, so die beiden Häuser. Aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bundesweit großen Klinikeinkaufsgemeinschaft gebe es keine Lieferengpässe bei Arzneimitteln und Medizinprodukten, betont das Bürgerspital. Auch in der Northeimer Klinik sei die Versorgung durch langfristige Verträge sichergestellt, so Mönter.

Dennoch: Schon jetzt machten sich die Kostensteigerungen bemerkbar. Insbesondere im Bereich der Lebensmittel seien Preissteigerungen von bis zu über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Nahezu alle anderen Sachkostenbezüge und Dienstleistungen seien im Durchschnitt um mindestens sechs bis acht Prozent gestiegen oder zum Jahreswechsel angekündigt, macht das Bürgerspital deutlich und erklärt: Kliniken hätten durch gesetzlich vorgegebene Abrechnungsmechanismen wie den Fallpauschalen keine Möglichkeit, die Erlöse eigenmächtig – wie zum Beispiel in der freien Wirtschaft – zu erhöhen.

Der von der Deutschen Krankhausgesellschaft geforderte Inflationsausgleich sei erforderlich, um den gestiegenen Kosten entgegenzuwirken. Die Energiekosten durch die Gaspreisbremse zu unterstützen sei ebenfalls wichtig. (Rosemarie Gerhardy)

Inflationsausgleich für Kliniken gefordert

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert einen Inflationsausgleich für Kliniken, um die stark gestiegenen Ausgaben stemmen zu können. Nach einer Umfrage können laut DKG 96 Prozent der Krankenhäuser die gestiegenen Kosten nicht mehr aus den laufenden Einnahmen bezahlen. „Ein Krankenhaus mittlerer Größe wird nach aktuellen Berechnungen 2023 über 6 Millionen Euro mehr für Gas und Strom bezahlen als im Jahr 2021“, so die DKG. dkgev.de rom

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