Aktionen für Bewohner

Northeimer Südstadt-Projekt nimmt wieder Fahrt auf

Das Südstadt-Viertel in Northeim aus der Luft: Die Hochhäuser entlang der Hans-Holbein-Straße werden seit Längerem von der Inhaberfirma, der Northeimer Wohnungsgesellschaft, saniert und stehen teils leer.
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Das Südstadt-Viertel in Northeim aus der Luft: Die Hochhäuser entlang der Hans-Holbein-Straße stehen teilweise leer.

Die Integrations- und Gemeinwesenarbeit in der Northeimer Südstadt läuft weiter und soll sogar noch deutlich ausgebaut werden.

Northeim - Grünes Licht dafür gab es kürzlich vom Land Niedersachsen, das die Förderung des dort bereits seit 2019 laufenden Projekts „Gemeinsam in der Südstadt“ verlängerte und somit auch der Stadt Northeim als weiterem Geldgeber signalisierte, dass die Arbeit weiterlaufen kann.

Das Projekt, das seinen Anlaufpunkt im Asyl- und Migrationszentrum „Café Dialog“ in der Südstadt hat und von der Northeimer Werk-statt-Schule getragen wird, möchte nicht nur die Gemeinwesenarbeit im Viertel intensivieren, sondern auch eine Anlaufstelle etablieren, die die Südstadtbewohner dabei unterstützt, ihre Interessen zu vertreten und das eigene Wohnumfeld mitzugestalten.

Projektleiterin ist seit rund einem Jahr Anna-Maria Kurz. In dem jetzt neu bewilligten Projektzeitraum, der bis Oktober 2024 läuft, sei geplant, mit Unterstützung der Stadt ein Containerbüro als Kontakt- und Anlaufstelle direkt im Zentrum des Viertels, also zwischen den Wohnblöcken, aufzustellen, so Kurz.

Idee sei es, die Bewohner dabei zu unterstützen, ihre Interessen in Vereinen, aber durchaus auch in städtischen Gremien einzubringen. Zudem sollen eigene Projektideen umgesetzt werden.

Erste Initiativen von Bewohnern nutzen bereits die Räumlichkeiten des Café Dialogs, berichtet Sozialpädagoge Jan-Cord Fuhrmann, der seit ein paar Wochen neu im Projekt als Koordinator tätig ist. So finden ein selbst organisierter Keyboard-Unterricht und ein Arabischkurs für Kinder, deren Muttersprache arabisch ist, statt.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner zu ermutigen, selbst tätig zu werden und mitzugestalten, steht im Vordergrund unserer Arbeit in den nächsten drei Jahren“, fährt Fuhrmann fort.

Ein weiterer Schwerpunkt liege aber auch darin, die Integration der Südstadt-Bewohner in die Stadtgesellschaft zu verbessern. Fuhrmann: „Die Angebote in der Stadt sollen zugänglicher werden.“

Die Räumlichkeiten im Café Dialog stehen für Bewohnerinitiativen und Veranstaltungen weiter offen“, erläutert Fuhrmann. Geplant seien weitere niederschwellige Begegnungsangebote, wie ein Mittagstisch, regelmäßige Sprechstunden und die Begleitung des in diesem Jahr erfolgreich gestarteten „Bollerwagencafés“ durchs Viertel durch verschiedene Partner. Auch eine Kooperation mit im Viertel ansässigen Institutionen, wie zum Beispiel der Feuerwehr, und die Etablierung von neuen Angeboten für Kinder und Jugendliche durch Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege seien geplant.

Fortgesetzt werden sollen zudem Vorlesenachmittage im Café Dialog. Eine erste Auflage fand kürzlich mit 15 Kindern und Jugendlichen unter Leitung von Sozialpädagoge Fuhrmann statt. „Vorlesen verbindet, und das ist auch eines der Ziele unseres Gemeinwesensarbeit-Projekts“, so Fuhrmanns Fazit. Axel Gödecke

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