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Demonstration vor der KSN-Geschäftsstelle in Northeim

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Von: Frank Schneider, Rosemarie Gerhardy

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Hier kann niemand mehr seine Geldgeschäfte abwickeln: Die verwaiste KSN-Geschäftsstelle in Kalefeld an der Auetalstraße.
Hier kann niemand mehr seine Geldgeschäfte abwickeln: Die verwaiste KSN-Geschäftsstelle in Kalefeld an der Auetalstraße. © Rosemarie Gerhardy

Dass die Kreis-Sparkasse Northeim ihr Filialnetz ausdünnt und zahlreiche kleinere Filialen geschlossen hat (wir berichteten), kommt in den betroffenen Ortschaften nicht gut an. Nun laden die Ortsbürgermeister der betroffenen Ortschaften von Volpriehausen über Lindau bis Kalefeld zu einer Demonstration am heutigen Donnerstag, 14. April, um 16 Uhr vor der KSN-Hauptgeschäftsstelle in Northeim am Münster ein.

Landkreis Northeim – Volpriehausens Ortsbürgermeisterin Sonja Gierke, zugleich SPD-Fraktionsvorsitzende im Uslarer Stadtrat, ruft im Namen des Ortsrates dazu auf, dass möglichst viele Menschen aus der Bollert-Region an der Demonstration gegen die Filialschließungen teilnehmen. Sie empfiehlt, in den vier Bollert-Dörfern Fahrgemeinschaften zu bilden, um zur Demo nach Northeim zu fahren.

Auch im Alten Amt sei die Empörung über die Schließungen groß, berichtet Bürgermeister Jens Meyer. In einer einberufenen Pressekonferenz am Mittwoch forderten die Ortsbürgermeister Kerstin Martin (Kalefeld), Armin Bock (Sebexen) und Axel Schlesiger (Düderode/Oldenrode), dass doch zumindest SB-Terminals in den Ortschaften beibehalten oder zur Verfügung gestellt werden sollten. Martin betont, dass sie von vielen älteren Menschen angesprochen worden sei, die sich nun insbesondere um die Bargeldversorgung sorgen. Denn in vielen kleineren Geschäften sei eine Zahlung mit Karte nicht möglich. Der öffentliche Personennahverkehr sei aber nicht ausreichend ausgebaut, um immer für die Bankgeschäfte zur Filiale nach Echte zu fahren, macht sie die Tragweite insbesondere für ältere Menschen deutlich. Auch die von der KSN angebotene Lösung, das Bargeld direkt zu den Kunden ins Haus zu liefern, sieht sie kritisch.

Das Angebot wäre nicht kostenfrei, dann sollten den Betroffenen wenigstens die Kontogebühren verringert oder erlassen werden, so ihre Forderung.

Die KSN hatte Anfang April bekannt gegeben, dass sie sieben Zweigstellen schließt, da die Unterhaltung unwirtschaftlich sei. Rund 4400 Kunden in Lindau, Volpriehausen, Höckelheim, Sudheim, Sebexen, Kalefeld und Düderode wurden für ihre Bankgeschäfte an die nächstgelegenen größeren Filialen verwiesen. Auch die aufgestellten SB-Terminals mit Geldautomaten werden abgebaut. Sie seien dort ebenfalls nicht wirtschaftlich zu betreiben, begründet die KSN. Die Ortsbürgermeister hoffen, aber wenigstens diese erhalten zu können. (Rosemarie Gerhardy und Frank Schneider)

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