Pylone und Tafeln an den Ortseingängen erhitzen Gemüter

Dorferneuerungsprojekt soll Besucher nach Langenholtensen locken

Die neuen Begrüßungs-Stelen an den Ortseingängen von Langenholtensen: An ihnen soll auch für Veranstaltungen im Dorf geworben werden.
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Pylon in modernem Design: So sehen die neuen Begrüßungs-Stelen an den Ortseingängen von Langenholtensen aus. An ihnen soll auch für Veranstaltungen im Dorf geworben werden.

Langenholtensen – Die neu aufgestellten Ortseingangs- und Informationstafeln in der Northeimer Ortschaft Langenholtensen sorgen für Diskussionen in der 1920-Seelen-Ortschaft, zu der auch der Ortsteil Brunstein mit seinen rund 70 Einwohnern zählt.

Vor allem in den sozialen Medien wurde kurz nach der Installation in diesem Monat Kritik laut. Darin ging es zum einen um das Aussehen, das einige für unpassend halten, zum anderen aber auch wegen der Standorte und um den Sinn der Tafeln und die damit verbundenen Kosten überhaupt. Das Geld, so schrieben Einige, könnten die Ortschaft oder Stadt sinnvoller ausgeben, beispielsweise für die Pflege des Grüns und der Gehwege im Dorf.

Es gab allerdings auch Lob für die Aktion, die Langenholtensen bekannter machen könnte und für Rundwanderwege wirbt. Die Lobenden waren jedoch deutlich in der Minderheit.

Ortsbürgermeisterin Reta Fromme indessen verteidigt die neuen Tafeln und Ortseingangs-Stelen. Die Idee zur Erstellung eines touristischen Informationsleitsystems für die Ortschaft sei im Arbeitskreis Dorferneuerung, in dem auch viele Einwohner vertreten sind, geboren worden und habe dann 2012 auch den Weg in den Dorferneuerungsplan gefunden. Jetzt sei die Maßnahme umgesetzt worden. Die Kosten in Höhe von 64 000 Euro werden laut Stadt aus dem Dorferneuerungstopf des Landes zu 63 Prozent bezuschusst.

Die gesamte Maßnahme, so Fromme weiter, soll zur touristischen Aufwertung der Ortschaft beitragen. Schließlich sei auf den drei aufgestellten Info-Tafeln in Langenholtensen nicht nur die Historie des Ortes geschildert, sondern es werde auch für vier Rundwege rund um Langenholtensen geworben, die alle zeichnerisch dargestellt seien. Die Wege selbst seien mit Wegweisern und Pfeilen in verschiedenen Farben gekennzeichnet. Hinzu kommen noch eine Infotafel in Brunstein mit historischen Daten über die Burg und das einstige Amt Brunstein sowie drei „Willkommens-Pylone“ an den Ortseingängen von Langenholtensen.

Neue Info-Tafeln: Davon gibt es vier Stück in Langenholtensen und Brunstein. Diese Tafel hier ist an der Außenwand der Friedhofskapelle am großen Parkplatz aufgehängt. Sie gibt Informationen über die Dorfgeschichte und die Rundwanderwege.

Letztere sollen im unteren Bereich auch als Halter für Veranstaltungshinweise im Dorf wie beispielsweise das Oktoberfest dienen. Es folgen noch Flyer, die auf das Wegenetz rund um Langenholtensen aufmerksam machen. Sie sollen unter anderem in der Northeim Touristik und im Ortsbürgermeisterbüro ausliegen sowie Ferienwohnungsvermietern zur Verfügung gestellt werden.

Auch andere Orte, wie beispielsweise Imbshausen hätten solche Begrüßungstafeln, dort allerdings aus Holz und nicht aus deutlich langlebigerem Metall.

Die Kritik, dass Geld lieber für die Grünpflege im Ort ausgegeben werden sollte, weist Fromme zurück: „Das ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.“ Die Dorferneuerungsprojekte sollen ja auch zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Dorfattraktivität sein, für die Stadt sonst eher keine Mittel aufwenden würde. Für die Pflege der Straßenseitenbereiche seien in den Ortschaften zudem die Bürger auch selbst mit verantwortlich. Am Standort der neuen Info-Tafel an der Brunsteiner Straße werde sich auch noch etwas tun: Das dortige Buswartehäuschen solle demnächst gestrichen werden, so die Ortsbürgermeisterin. Von Axel Gödecke

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