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Quartett führt jetzt Matratzen-Breckle in Northeim

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Von: Axel Gödecke

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Das neue Führungsquartett von Breckle vor der fast 40 Meter langen, vollautomatischen Schaumstoff-Fertigungsanlage mit von links Dr. Stephan Jauer, Christian Paar, Erik Pipp und Korbinian Kummer.
Das neue Führungsquartett von Breckle in Northeim vor der fast 40 Meter langen, vollautomatischen Schaumstoff-Fertigungsanlage mit von links Dr. Stephan Jauer, Christian Paar, Erik Pipp und Korbinian Kummer. © Axel Gödecke

Northeim – Der Northeimer Matratzenhersteller Breckle hat sich in der Führungsspitze neu aufgestellt.

Northeim - Ein Team aus vier Geschäftsführern lenkt seit einigen Monaten die Geschicke des Werkes. Es sind Christian Paar (zuständig für Vertrieb und Sprecher der Geschäftsführung), Korbinian Kummer (Controlling und Finanzen), Erik Pipp (Produktion, Qualität, Logistik) und Dr. Stephan Jauer (Schäumerei - La Pur).

Das Quartett möchte nicht nur den Vertrieb, die IT und die Logistik modernisieren, sondern auch neue Märkte erschließen und das 2020 von den Brüdern Andreas und Michael Breckle an eine Hamburger Unternehmerfamilie verkaufte Unternehmen mit seinen 300 Mitarbeitern in der Innen- und Außenwirkung neu aufstellen.

Korbininan Kummer, der von der Unternehmensberatung McKinsey nach Northeim kam: „Wir stehen für Transparenz auch im Kontakt zu unserer Belegschaft.“ Auch das Thema Ausbildung werde mittelfristig wieder mehr im Fokus stehen.

Das Werksgelände der Firma Breckle in Northeim.
Das Werksgelände der Firma Breckle in Northeim. © Hubert Jelinek

Zum Thema Außenwirkung werde es einen Tag der offenen Tür im kommenden Frühjahr geben, mit dem sich Breckle den Northeimern und den Menschen aus dem Umland präsentieren wolle, ergänzt Christian Paar. Er ist das neueste Mitglied des Führungsquartetts, verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Möbelbranche und gehörte zuvor zum Team der belgischen Revor Group.

Modernisierung: Dazu gehöre nach Angaben von Erik Pipp, der zuvor in der Filtertechnik- und Automobilbranche tätig war, auch die Erneuerung der IT-Technik im Haus, um die Vernetzung von Produktion und Logistik (Industrie 4.0) voranzubringen. Pipp: „Aber Handarbeit made in Germany wird auch weiter bei der Vermarktung eine große Rolle spielen.“

Online-Verkauf möglich

Ausbauen möchte Breckle seinen Matratzen-Werkverkauf über Online-Vermarktung mit dem Direktversand an den Endkunden, betont der Leiter der Geschäftsführung, Christian Paar.

Dazu sei ein Online-Shop auf der Breckle-Internetseite neu eingerichtet und eine neue Rollpackmaschine angeschafft worden. Letztere erlaube die Abgabe und vor allem den Einzelversand der Matratzen im eingerollten Zustand.

Auch neue Großkunden möchte das Breckle-Management erschließen, sowohl im reinen Matratzen- als auch im Möbelbereich, denn schließlich werden in Northeim auch Komplett-Boxspringbetten gefertigt.

Ein neues Absatzfeld solle für die vor sechs Jahren für 25 Millionen Euro neu gebaute Schäumerei, die von der Tochtergesellschaft LaPur betrieben wird, gefunden werden, heißt es weiter. Die Produktionsanlage gehöre zu den modernsten ihrer Art in Europa.

Für die Erschließung neuer Absatzmärkte für die bislang noch nicht komplett ausgelastete Schäumerei steht Dr. Stephan Jauer. Er ist Chemiker, kam vor etwas über einem Jahr zu Breckle und war in führender Position bei der Otto Bock Kunststoff GmbH und FoamPartner Germany in Duderstadt tätig. Seine Ideen für die bei Breckle produzierten Schaumstoffe gehen unter anderem in Richtung Verpackungen.

Einhelliges Bekenntnis des neuen Vierergespanns bei Breckle: „Wir stehen zum Standort Northeim.“

Das Unternehmen in Kurzform

Die Breckle GmbH wurde 1932 von Emil Breckle in Benningen gegründet. Die Produktions- und Vertriebsstätte in Northeim mit Gründung im Jahr 1975 zählt mit einer Gesamtfläche von über 80 000 Quadratmetern zu einem der größten Matratzen- und Polsterbettenwerke europaweit. Die Familie Breckle verkaufte 2020 das Northeimer Unternehmen an eine Hamburger Unternehmerfamilie. Aktuell produzieren 300 Mitarbeiter in Northeim täglich zwischen 2500 und 3000 Matratzen sowie Lattenroste und Boxspring-Betten. Aktueller Jahresumsatz: 52 Millionen Euro.  (Axel Gödecke)

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