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Rat verzichtet auf Luftfilter für Northeims Schulen und Kitas

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Von: Axel Gödecke

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Richtig benutzt, haben Luftreiniger durchaus positive Effekte auf die Luftqualität im Klassenzimmer – richtiges Stoßlüften aber auch. Symbolbild: Hoppe/Dpa
Richtig benutzt, haben Luftreiniger durchaus positive Effekte auf die Luftqualität im Klassenzimmer – richtiges Stoßlüften aber auch. Symbolbild: Hoppe/Dpa © Sven Hoppe

Schulen und Kitas in der Stadt Northeim sollen keine zusätzlichen Luftfiltergeräte mehr bekommen.

Northeim – Mit großer Mehrheit von SPD, CDU, Grünen und FUL/Linke folgte der Northeimer Stadtrat dem Vorschlag der Stadtverwaltung, auf den Kauf von weiteren mobilen Luftfiltergeräten für die Grundschulen und Kindertagesstätten im Stadtgebiet zu verzichten. Dagegen stimmten lediglich die vier Ratsmitglieder der FDP, die AfD enthielt sich.

Die 165 geplanten Geräte für ein Kostenvolumen von 460 000 Euro plus 160 000 Euro für Installation und Wartung sollten eigentlich schon gekauft sein. Da es aber Probleme mit der europaweiten Ausschreibung durch die Verwaltung gab, hätte diese jetzt noch einmal wiederholt werden müssen. Darauf verzichtete der Rat jedoch jetzt auf Rat der Verwaltung. Hauptgrund: Die Corona-Pandemie habe mittlerweile ihre Schrecken verloren, weil die Bevölkerung gut durchgeimpft sei. Zweidrittel der befragten Einrichtungen lehnen die Anschaffung ab und präferieren das Lüften.

Diese Gründe nannten auch die Sprecher der Ratsfraktionen Gerhard Härtel (SPD), Matthias Deppe (CDU) und Hans Harer (Grüne) als Begründung für ihre Ablehnung der Neuausschreibung.

Harer dankte sogar der Verwaltung für ihren Fehler bei der Ausschreibung. Dies werde der Stadt nun viel Geld sparen, denn „die Dinger braucht keiner mehr.“ Als im Dezember vorigen Jahres der einstimmige Ratsbeschluss zum Kauf der Geräte gefallen sei, habe sich angesichts der damals brenzligen Lage niemand getraut, etwas dagegen zu sagen.

Härtel wies zudem auf den hohen Strombedarf der Geräte und die hohen Wartungskosten hin. Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) betonte, dass dies keine Entscheidung gegen die Kinder sei, sondern, dass sich die Lage verändert habe.

Tomas Sinadowski (FDP) wies hingegen darauf hin, dass 2021 noch alle Fraktionen für den damals von der FDP gestellten Antrag gestimmt hätten. Er kritisierte, dass das ständige Lüften auch zur kalten Jahreszeit zu extrem hohen Energiekosten führen werde.  (Axel Gödecke)

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