Aufforstung dank kühlem Sommer erfolgreich

Regen gut für junge Bäume im Landkreis Northeim

Waldweg mit Bäumen
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Wieterrandweg im Frühling

Der relativ kühle und nasse Sommer war gut für die jungen Bäume, die in diesem Jahr angepflanzt wurden.

Northeim - „Das Wetter hat uns in diesem Jahr bei der Aufforstung in die Karten gespielt“, freut sich Jonas Fürchtenicht, der als Leiter des Forstamtes Moringen unter anderem auch für den Northeimer Stadtwald zuständig ist. „In den vergangenen beiden Jahren mussten wir aufgrund der Trockenheit darauf verzichten. Das Risiko, dass die Setzlinge vertrocknen würden, war einfach zu groß.“

Laut Fürchtenicht wurden in seinem gesamten Zuständigkeitsbereich in diesem Jahr 120 000 Bäume gepflanzt – vor allem Eiche, Ahorn, Kirsche und Linde. „Da der Regen nicht nur punktuell gefallen ist, sondern gut verteilt war, konnten alle Standorte davon profitieren“, berichtet Fürchtenicht und erklärt, dass die kleinen Bäume noch nicht so tief verwurzelt seien und daher die Feuchtigkeit in den oberen Bodenschichten gut nutzen könnten.

Für viele der alten Bäume, die durch die Trockenheit der vergangenen Jahre bereits stark geschädigt sind, kam nach Einschätzung Fürchtenichts der Regen aber wohl zu spät. „Ein Regenjahr ist da als Ausgleich für die älteren Bäume zu wenig.“

Deshalb rechnet er damit, dass auch im kommenden Jahr die Entnahme von kranken Bäumen als Verkehrssicherheitsmaßnahmen weiterhin eine Rolle spielen wird. „Aber zum Glück wohl nicht mehr in so großem Umfang.“

Hinsichtlich des Eschensterbens, das auch schon vor der großen Trockenheit eine Belastung für die Forstwirtschaft war (wir berichteten), hat Fürchtenicht allerdings eine Besserung festgestellt – allerdings nur auf trockenen Standorten wie zum Beispiel den Kalkkuppen im Wieter. „Dem Pilz, der das Eschensterben verursacht, hat dort die Feuchtigkeit gefehlt“, vermutet Fürchtenicht. Nach den Problemen mit Sturmschäden, Trockenheit und Borkenkäfern in den vergangenen Jahren erwartet er, dass der Einschlag von Buchen im kommenden Jahr wieder auf normalem Niveau sein wird.

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