Rettung bei Gefahrgutunfällen: Feuerwehr probte den Ernstfall

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Keine Außerirdischen, sondern Feuerwehrleute im Chemikalienschutzanzug: Der ABC-Zug der Umweltfeuerwehr des Landkreises hat am Wochenende die Einsatzabläufe bei Gefahrgut-Unfällen geübt.

Northeim. Großeinsatz für den ABC-Zug der Umweltfeuerwehr des Landkreises Northeim: Aufgrund eines Großbrands zogen giftige Rauchwolken über den Landkreis hinweg. Außerdem kam es bei der Northeimer Firma Zaunbau zu einer chemischen Reaktion mit starker Rauchentwicklung.

Dieses dramatische Szenario war zwar nur eine Übung, erforderte von den 26 Feuerwehrleuten aber dennoch volle Konzentration. Für ein zweitägiges Ausbildungs- und Übungswochenende trafen sich die Mitglieder des dritten Zuges der Umweltfeuerwehr des Landkreises Northeim am Freitag an der Umweltwache, wo die Einsatzbesprechung stattfand und das Nachtlager aufgeschlagen wurde.

Der erste Alarm erfolgte noch am Abend. Es wurde angenommen, dass im Landkreis Osterode große Mengen Schadstoffe freigesetzt wurden. Daraufhin richtete der ABC-Zug bei der Freiwilligen Feuerwehr in Westerhof seine Einsatzleitung ein. Mehr als 20 Messpunkte in Kalefeld, Katlenburg-Lindau, Kreiensen und Northeim fuhren die Feuerwehrleute an, um dort die Schadstoffmenge in der Luft zu messen.

Am Samstagmorgen wurde der ABC-Zug schließlich zur Firma Zaunbau gerufen. Dort war es im Produktionsbereich zu einer chemischen Reaktion mit Gefahrstoffen gekommen. Mit schwerem Chemikalienschutzanzug ausgerüstet rückten drei Trupps in das Gebäude vor, während ihre Kollegen auf dem Hof eine Dekontaminationsstelle mit Schleuse einrichteten.

Mit beiden Übungen zeigten sich die Übungsleiter am Ende hoch zufrieden. Besonders der professionelle und koordinierte Einsatzablauf wurde gelobt. (jus)

Gefahrgutunfälle: Feuerwehr probte den Ernstfall

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