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Rhumebrücke in Northeim von angeschwemmten Sturmholz befreit

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Von: Axel Gödecke

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Mit einem Bagger und auch mit einem Schlauchboot waren Mitarbeiter der Leineverbands-Baukolonnen an der Rhumebrücke in Northeim im Einsatz.
Mit einem Bagger und auch mit einem Schlauchboot waren Mitarbeiter der Leineverbands-Baukolonnen an der Rhumebrücke in Northeim im Einsatz. © Leineverband Northeim

Vor der Rhumebrücke in Northeim hatte sich ein riesiger Haufen Treibholz an den Pfeilern verkeilt. Der wurde jetzt beseitigt.

Northeim – Im Gebiet des Leineverbands, der seinen Sitz in Northeim hat und von den Anrainer-Kommunen finanziert wird, sind insgesamt über 200 Schadensstellen im Zusammenhang mit den drei Stürmen vom Februar festgestellt worden. Die Hälfte der insgesamt 92 unterhaltungspflichtigen Gewässer sind betroffen gewesen, so Geschäftsführer Jens Schatz.

Auch an der Rhumebrücke in Northeim hatte sich ein großer Haufen, bestehend aus Ästen, Baumstämmen, Wurzel und Hausmüll, angesammelt. Der wurde jetzt aufwendig beseitig, teilt der Verband mit.

Bei dieser Einsatzstelle seien besondere Arbeitssicherheitsmaßnahmen zu beachten gewesen. So sei auch das verbandseigene Boot zum Einsatz gekommen. Ein Mitarbeiter hatte mit einem Stahlseil Stämme und Astwerk umwickelt, damit nach und nach mit einer Seilwinde und Unterstützung eines Baggers das Material ans Ufer gezogen und dann entsorgt werden konnte.

Schatz: „Die Kunst dabei ist es, möglichst wenig von dem Material ins Unterwasser abschwemmen zu lassen. Ganz verhindern lässt sich das nicht.“ An der Rhumebrücke sei der Haufen aber sehr lagestabil gewesen, sodass nur wenig Material weiter in die Leine getrieben sei. Die Räumung habe erst anberaumt werden können, nachdem der Wasserstand in der Rhume abgesackt war und keine größeren Niederschläge zu erwarten waren.

Die Gefahr der Unterspülung und mechanischen Zerstörung, die durch angeschwemmtes Holz für die Standsicherheit des Brückenpfeilers entstanden war, sei nun durch die Mitarbeiter der verbandseigenen Baukolonnen „Mitte“ und „Süd“ gemeinsam entschärft worden, Laut Schatz war es die letzte größere Aktion im Zusammenhang mit den Februarstürmen. Die „Skyline“ der Rhumebrücke entspreche wieder dem gewohnten Bild, so wie die Northeimer es kennen.

Unter anderem sind laut Verband folgende Gewässer im Landkreis Göttingen betroffen gewesen: Wendebach, Garte und Dramme. Im Landkreis Northeim waren es es die Aue, Bewer, Bölle, Dieße, Gande, der Hillebach, die Ilme, Rhume und die Rebbe, und im Landkreis Hildesheim die Saale, Glene und Wispe. Im Landkreis Hameln-Pyrmont war die Saale betroffen.

Die Leine war entlang ihres gesamten Verlaufs von der Grenze nach Thüringen bis kurz vor Sarstedt im Süden von Hannover betroffen.

Die Gesamtkosten für die durch die Februarstürme verursachten 200 Einsätze könnten nur grob geschätzt werden, betont Schatz dazu weiter. Sie lägen aber über 200 000 Euro. (Von Axel Gödecke)

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