Northeimer Nachwuchs Orchester wurde 25 Jahre alt

Riesen-Klangkörper gab umjubeltes Jubiläumskonzert

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Über 130 Musiker präsentierten sich auf der Northeimer Stadthallenbühne.

Northeim. Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum die 131 Musiker des Northeimer Nachwuchs Orchesters (NNO) bei ihrem Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen.

Komponist Dominik Haase

Höhepunkt in der voll besetzten Stadthalle war die Uraufführung des ersten Satzes der ersten Sinfonie des 15-jährigen NNO-Bratschisten Dominik Haase (Bild).

„Ich habe das Stück extra für das NNO geschrieben“, sagte der Schüler der 10. Klasse am Northeimer Gymnasium Corvininanum, der sich - wenn er keine Musik macht - beim Bogenschießen entspannt. Die beiden ersten Sätze der Sinfonie sind fertig gestellt. An den beiden weiteren arbeite er, sagte der junge Komponist im Gespräch mit dem Gründer und Dirigenten des NNO, Ditmar Goll. Erst vor einem Jahr hatte der Katlenburger die Idee zu seinem Werk entwickelt - „eher so spontan“.

Goll ließ im Konzert die musikalische Entwicklung des Orchesters Revue passieren. In kleiner Besetzung mit 22 Musikern, darunter das Gründungsmitglied, der heutige Profi-Cellist Christoph Harer, spielte das NNO die ersten drei kleinen Stücke, die das NNO damals einstudiert hatte. Zuvor erklang noch die Dvorak-Sinfonie „Aus der neuen Welt“.

Der zweite Teil des Konzerts, verstärkt durch rund 60 ehemalige NNO-Mitglieder, stand dann im Zeichen von Lieblingsstücken des Orchesters. Unter anderem spielte es den Triumph-Marsch aus der der Verdi-Oper Aida, Montovanis „Love is blue“, Bert Kaempferts „Strangers in the night“, Mussorgskys „Das große Tor von Kiew“ und Bizets „Farandole“.

Zwischendurch verabschiedete Goll die Musiker Betty Aleksiejus (Saxophon), Juliane Schlimme (Bratsche), Nils Rethemeier, Hannah Krause, Jenny Schlemme (alle Geige), Clara Fricke, Lena Holland (beide Klarinette) und Hauke Voßler (Trompete). Ihre Schulzeit endet jetzt.

Als Sprecherin der Musiker dankte Franziska Ernst „Orchester-Papa“ Ditmar Goll für seine Arbeit. „Wir hoffen auf die nächsten 25 Jahre.“ Sie ließ dabei nicht unerwähnt, dass inzwischen sogar einige NNO-Ehen entstanden sind.

Zu guter Letzt musste Ditmar Goll eine verlorene Wette einlösen. Zum Amüsement der Zuschauer dirigierte er das letzte Stück und die Zugaben mit blonder Perücke und einem geschmacklosen Sakko unverkennbar als Thomas Gottschalk verkleidet. Bunte Gummibären aus der goldfarbenen Tüte gab es natürlich auch.

Schwerstarbeit

Drei Stunden Schwerstarbeit lagen schließlich hinter den 131 Musikern. Dann musste das Publikum ran: Ditmar Goll bat sie, die Stühle - maximal sieben (!) - aufeinander zu stellen, um Platz zu schaffen für die verdiente After-Show-Jubiläums-Party. Zupackend wie Northeimer sein können, war die überraschende Aufgabe in wenigen Minuten erledigt. (zhp)

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