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Northeim: „Rolling Angels“ suchen noch Mitglieder

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Von: Kathrin Plikat

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Freuen sich auf neue Teilnehmer: Einige der Mitglieder der neuen Gruppe „Rolling Angels“ in Northeim.
Freuen sich auf neue Teilnehmer: Einige der Mitglieder der neuen Gruppe „Rolling Angels“ in Northeim. © EUTB Northeim/Privat/nh

Menschen mit Mobilitätseinschränkungen haben sich in Northeim in einer Gruppe zusammengeschlossen. Das hat Susanne Grebe-Deppe von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) jetzt mitgeteilt.

Northeim - Die bisher sechs Mitglieder der Gruppe leben laut Grebe-Deppe entweder mit ihren Eltern zusammen, mit Partner oder einer eigenen Familie, andere lebten allein in eigener Wohnung mit Unterstützung durch persönliche Assistenz. „Die Lebensumstände der Menschen, die sich im November 2021 zum ersten Mal in Northeim begegneten und beschlossen, eine Gruppe zu gründen, sind sehr verschieden“, so Grebe-Deppe.

Die Mitglieder seien zwischen Mitte 20 und Mitte 40, und alle verbinde ein hoher individueller Unterstützungsbedarf, alle seien mit Rollstuhl und/oder Rollator unterwegs und benötigen Assistenz, um ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das zweite Treffen erst im März dieses Jahres stattfinden, heißt es weiter. Trotz der langen Pause hätten die Teilnehmer ihre Pläne konkretisiert: Im Mittelpunkt der Gruppentreffen sollen Austausch und gute Gespräche sowie Unternehmungen in der Freizeit stehen. Als Nächstes plant die Gruppe ein gemeinsames Abendessen am Donnerstag, 28. April, in einem Restaurant in Einbeck. Interessierte sind dazu eingeladen und können sich kurzfristig bei Susanne Grebe-Deppe, Tel. 0 55 51/996 26 34 anmelden.

Im Juni will die Gruppe zusammen grillen, im Herbst den PS-Speicher in Einbeck besuchen, einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren und sich zwischendurch zu Kino- und Konzertbesuchen verabreden. „Die Sehnsucht nach Abenteuer im Alltag, nach spannenden Aktivitäten und Teilhabe an Kultur und sozialem Leben ist riesengroß. Was individuell oftmals nur schwer umzusetzen ist, kann vielleicht in der Gruppe leichter organisiert werden und macht zusammen auch mehr Spaß“, sagt Grebe-Deppe.

In ihrer Anfangsphase begleiten Susanne Grebe-Deppe und Anke Fürsten vom DRK- Kreisverband Göttingen-Northeim die Gruppe. Das DRK organisiert laut Mitteilung neben einem großen Raum in Northeim auch einen Fahrdienst und stellt Assistenzen für eine 1:1-Assistenz zur Verfügung.

Diese Unterstützung sei eine Voraussetzung, damit die Treffen stattfinden können. Die Gruppe sei offen für weitere interessierte Personen und freue sich über aktive und humorvolle Verstärkung der „Rolling Angels“ – diesen Namen hat sich die Gruppe gegeben.   (kat)

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