NHC will gegen Entscheidung juristisch vorgehen

Deutscher Handballbund will in der Schuhwallhalle keine Drittligaspiele mehr zulassen

Die Sporthalle am Schuhwall
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Dunkle Wolken über der Schuhwallhalle: Eine neuerliche Sondergenehmigung für Spiele der dritten Bundesliga in der über 50 Jahre alten Halle will der Deutsche Handballbund dem Northeimer HC nicht mehr gewähren

Der Northeimer Handball-Club (NHC) darf die Schuhwallhalle in der im Oktober beginnenden Saison nicht mehr weiter für seine Heimspiele in der 3. Bundesliga der Herren nutzen. Das hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) entschieden.

Northeim – Der NHC wird allerdings gegen die Streichung der bisherigen Ausnahmegenehmigung juristisch vorgehen. Gleichzeitig sucht der über 400 Mitglieder starke Verein das Gespräch mit dem Verband.

Der DHB hatte dem NHC 2018 die Austragung seiner Heimspiele mit einer Ausnahmegenehmigung gestattet, weil die Sporthalle geringfügig zu klein ist und den Spielern nicht den nötigen Auslauf hinter den Torlinien bietet. „Das sind die berühmten 20 Zentimeter“, sagte der bisherige NHC-Vorsitzende Knut Freter (67) am Mittwoch in der Jahreshauptversammlung. „Die Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und schon gar nicht in Corona-Zeiten“, sagte Freter. „Ein Aus für die Schuhwallhalle käme einer Entwurzelung des Northeimer Handballsports gleich und wäre ein nicht wieder gut zu machender Schaden, zumal die bauliche Perspektive gegeben ist.“

Der ehemalige Vorsitzende des Northeimer HC, Knut Freter.

Als das Nein des DHB Anfang August beim NHC eintraf, begannen Freter und die neue Doppelspitze des Vereins, Guido Mönnecke und Kevin Schiffer, zu rotieren, um mögliche Ausweich-Spielstätten zu finden. Drei Spielstätten böten sich an:

- Die Northeimer BBS-Sporthalle hat aber kaum Zuschauerplätze, der Eingangsbereich ist für Corona-Schutzmaßnahmen zu eng.

-  Die Sparkassen-Arena in Göttingen ist zu teuer und laut NHC-Vorstand nur bei Top-Spielen zu füllen.

-  Einbeck würde den NHC gerne in der Stadionhalle empfangen. Dort gebe es aber – wie in Göttingen – keine Heimspielatmosphäre, fürchtet der NHC.

Vor dem Nein des DHB hatte der NHC angeboten, Prallschutzmatten an den Wänden hinter den Toren zu installieren und sich dafür den Segen der Dekra und der Stadt Northeim geholt. Auch hatte der NHC darauf hingewiesen, dass sich der Bau einer neuen Sporthalle weiter in der politischen Diskussion befinde. Hans-Peter Niesen

Von Hans-peter Niesen

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