Abgerissene Wahlplakate der AfD

Roy Kühne (CDU): "Will keinen Plakat-Krieg in Northeim"

Roy Kühne

Northeim. Die abgerissenen 30 AfD-Wahlplakate in der Northeimer Innenstadt haben ein Nachspiel. Die CDU hat ihre Plakate wieder abgehängt.

Der AfD-Kreisverband Northeim hat einen offenen Brief an den CDU-Bundestagskandidaten Dr. Roy Kühne geschrieben, in dem die Frage aufgeworfen wird, ob die CDU selbst etwas mit den beschädigten AfD-Plakaten zu tun habe.

Hintergrund: Dort, wo am Freitag voriger Woche noch Wahlplakate der Alternative für Deutschland hingen, befanden sich bereits am Montagmorgen dieser Woche Wahlplakate der CDU. Maximilian Schürer vom AfD-Kreisverband schreibt in dem Brief: „Wir wollen natürlich nicht hoffen, dass die CDU selber etwas mit dem Abreißen der Plakate unserer Partei zu tun hat.“

Nach den Worten Schürers wäre es skandalös für eine Partei, die sich als wertkonservativ und demokratisch betitele, wenn sie das Abreißen der Plakate einer demokratischen Partei unterstütze oder auch nur gutheißen würde.

Natürlich sei es wahrscheinlicher, dass die AfD-Plakate zuvor von Northeimer Linksextremen entfernt und zerstört worden seien, so Schürer weiter. Trotzdem fordere die AfD die CDU auf, einen Teil der Plakate wieder zu entfernen, damit die AfD ihre Plakate ersetzen kann.

„Ich habe keine Lust auf einen Wahlplakat-Krieg“, sagte Dr. Roy Kühne am Donnerstag auf HNA-Anfrage. Darum habe er seine Wahlplakate in der Innenstadt inzwischen wieder abhängen lassen.

Natürlich hätten er oder seine Partei nichts mit der Beschädigung der AfD-Plakate zu tun. „Als wir am Sonntagabend in der Northeimer Innenstadt unterwegs waren, waren die Plakate bereits verschwunden“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

„Ich will keinen Streit, die AfD soll wieder in der Innenstadt plakatieren. Und ich hoffe, dass ich meine Direktkandidatur nicht mit einer Innenstadt-Plakat-Aktion verteidigen muss. Dann hätte ich in den vergangenen vier Jahren irgendetwas falsch gemacht.“

Außerdem verurteile grundsätzliche jegliche mutwillige Zerstörung von Wahlplakaten oder anderen Sachgütern, egal welcher Parteien, im Wahlkampf.

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