Kritik im Bauausschuss an Planung der Außenflächen mit Skateranlage

Rückschlag fürs Sporthallen-Zentrum in Northeim

Der Bauplatz für die neue Schuhwallhalle und den Sportcampus aus der Vogelperspektive. Vorn soll die neue Halle entstehen. Die alte Halle (oben rechts) soll später abgerissen werden. Dort sollen Parkplätze entstehen. Links ist das Hallenbad zu sehen. Archiv
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Der Bauplatz für die neue Schuhwallhalle und den Sportcampus aus der Vogelperspektive. Vorn soll die neue Halle entstehen. Die alte Halle (oben rechts) soll später abgerissen werden. Dort sollen Parkplätze entstehen. Links ist das Hallenbad zu sehen. Archiv

Die Verabschiedung des Bebauungsplans (B-Plan) für den Ersatzneubau der Northeimer Schuhwall-Sporthalle mit angegliedertem Sportzentrum verzögert sich.

Northeim - Kurz vor der Absegnung des Plans durch den Bauausschuss gab es mehrere Kritikpunkte unter anderem an der Planung der Skateranlage und des Bolzplatzes zwischen Sporthalle und Hallenbad.

Der Bauausschuss vertagte aufgrund dieser insbesondere von der FDP und FUL vorgebrachten Kritik, der sich aber auch die CDU im Ausschuss anschloss, die Verabschiedung des B-Plans, bis die Stadtverwaltung neue Informationen und möglicherweise auch Umplanungen vorlegt. Man wolle sich in etwa vier Wochen wieder treffen.

Eckhard Ilsemann (FDP) und Armin Töpperwien (FUL) ließen beide kein gutes Haar an den Planvorgaben im B-Plan bezüglich Skateranlage und Bolzplatz. Die Skateranlage, die aus Lärmschutzgründen zwei Meter tief eingegraben und mit einer drei Meter hohen gläsernen Einfassung versehen werden muss, sei viel zu teuer und werde sicherlich von den Skatern nicht angenommen, weil sie sich wie in einem Käfig fühlen müssten und es innen viel zu laut sei, hieß es. Der nunmehr direkt an der Bahnlinie vorgesehene Bolzplatz mit einer Fläche von lediglich 100 Quadratmetern sei viel zu klein, sagten Töpperwien und Ilsemann übereinstimmend. Ein solcher Platz müsse mindestens ein Maß von 12 mal 24 Metern haben.

In Glas eingehaust: So soll die im Boden eingelassene Skateranlage am Schuhwall in Northeim aussehen.

Auch die eingeplante kleine Laufbahn als 15- Meter lange Mini-Runde wurde infrage gestellt. „Wer soll denn da laufen?“, hieß es. Letztlich kam die Bitte, sowohl die Skateranlage als auch den Bolzplatz wegzulassen und woanders zu planen. Dann sei es wegen der verminderten Lärmemissionen vielleicht auch möglich, dass in der neuen Sporthalle Fenster und Oberlichter während des Betriebs geöffnet sein dürfen, sagte Töpperwien.

Insgesamt sei das Außengelände neben der neuen Halle viel zu aufwendig geplant, hieß es seitens der FDP, FUL und CDU. Ilsemann: „Der Außenbereich geht in die Millionen und ist doch nicht geeignet.“

Rainer Giesemann (SPD) und auch Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) verteidigten die Planung. Der Bolzplatz sei für kleinere Kinder sehr wohl geeignet und dank der gläsernen Einhausung könnten sich auch die Skater dem Publikum präsentieren, sagte Giesemann.

Hartmann und Stadtbaurat Frederik Alexander Backhaus rieten davon ab, Anlagen aus dem Außenbereich zu streichen. So könnte die fest zugesagte Förderung von immerhin 225 000 Euro nur für den Sportcampus neben der Halle verloren gehen.

Auch weitere Kritikpunkte und Anregungen wurden vom Bauausschuss an der Planung angebracht: So sollte laut Töpperwien darauf geachtet werden, Photovoltaikanlagen auf dem Hallendach zu platzieren. Unklar sei die Lage eines 40 000-Liter-Öltanks der alten Realschule auf dem Baugelände. Zudem sei offenbar vergessen worden, im Bebauungsplan einen Ort für den Bau des geplanten Blockheizkraftwerks festzulegen, so Ilsemann.

Helga Jäger (CDU) brachte gegenüber der HNA auch noch ins Spiel, dass auch die vom Bürgermeister ins Gespräch Idee geprüft werden müsste, in der Skateranlage einen besonders leisen Belag zu verlegen. Dieser könnte vielleicht die teure Glas-Einfassung unnötig machen.

All diese Fragen, so war sich der Ausschuss letztlich einig – die Vertagung erfolgte einstimmig bei zwei Enthaltungen – sollten bis zur nächsten Sitzung des Gremiums von der Verwaltung beantwortet werden. (Axel Gödecke)

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