Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten

Er wollte Soldaten und Polizisten töten: Salafist aus Northeim hat Urteil akzeptiert

Braunschweig/Northeim. Der Northeimer Salafist Sascha L. hat keine Revision gegen das kurz vor Weihnachten ergangene Urteil des Landgerichts Braunschweig eingelegt.

Damit sei das Urteil rechtskräftig, sagte am Freitag eine Gerichtssprecherin. Die Staatsschutzkammer hatte den 27-jährigen Islamisten wegen derVorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie des vorsätzlichen unerlaubten Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Richter hatten es als erwiesen angesehen, dass er einen Sprengstoffanschlag gegen Polizisten oder Bundeswehrsoldaten geplant und vorbereitet hatte. Der 27-jährige frühere Rechtsextremist, der vor drei Jahren zum Islam konvertiert war, hatte die entsprechenden Materialien besorgt, eine Sprengvorrichtung hergestellt und auch getestet.

Ebenfalls rechtskräftig geworden ist, nach Angaben der Gerichtssprecherin, das Urteil gegen den 21-jährigen deutschen Mitangeklagten Wladislav S. aus Katlenburg-Lindau sowie der Freispruch für einen 27-jährigen afghanischen Staatsangehörigen aus Bünde (Westfalen).

Wladislav S. hatte nach Überzeugung des Gerichts dem Hauptangeklagten bei den Anschlagsvorbereitungen geholfen. Er muss deshalb 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Der festgenommene 26-Jährige, der offenbar einen Bombenanschlag geplant hat, soll in der Sonnenpassage in der Northeimer Kernstadt gewohnt haben.

Rubriklistenbild: © Jelinek/HNA

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