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Beerdigungen in Northeim: Engpass an Samstagen bald passè

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Von: Axel Gödecke

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Auf dem Northeimer Friedhof: Die Nachfrage nach Bestattungen an Samstagen nimmt auch hier immer mehr zu. Archi
Auf dem Northeimer Friedhof: Die Nachfrage nach Bestattungen an Samstagen nimmt auch hier immer mehr zu. Archi © Hubert Jelinek/nh

Künftig sollen Bestattungsfirmen an Samstagen Urnengräber auf Northeims Friedhöfen schließen dürfen.

Northeim – Ein Problem, das sich nach der erst vor wenigen Wochen vom Rat verabschiedeten neuen Friedhofssatzung auftat, beschäftigte jetzt den Stadtentwicklungsausschuss. Die geänderte Satzung hatte nämlich die Zahl der Beerdigungen auf den städtischen Friedhöfen an Samstagen (10 bis 13 Uhr) aus personellen Gründen auf zwei beschränkt. Das war zu wenig.

Es gab mehr Terminwünsche – speziell an Samstagen – als erwartet, was zu Absagen durch die Friedhofsverwaltung führte Davon waren auch Urnenbestattungen betroffen, die deutlich weniger Arbeitsaufwand erfordern als Sargbestattungen.

Gleich drei Fraktionen, zuerst die FDP, dann die AfD und letztlich auch die Grünen, hatten sich mit fast gleich lautenden Anträgen in die Debatte eingebracht und sich Gedanken gemacht, wie eine Lösung für das entstandene Dilemma aussehen könnte. Die wurde gefunden: So soll das Schließen von Urnengräbern künftig auch von Bestattern ausgeführt werden dürfen, denn das war bislang nicht zulässig und allein der Friedhofsverwaltung vorbehalten. Würden die Bestatter mit ins Boot genommen, könne die Zahl der Beisetzungen auch an Samstagen deutlich gesteigert werden, hieß es.

So einigte man sich im Ausschuss mit Zustimmung der Stadtverwaltung darauf, die Satzung so zu ändern, dass zwar das Ausheben und Schließen von Sargbestattungen weiter nur den Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung vorbehalten bleibt, was die Zahl der Erdbestattungen an Samstagen auf zwei beschränken dürfte.

Bei Urnenbestattungen soll künftig jedoch gelten, dass der Verschluss, also das Verfüllen der Grabstätten an Samstagen, ausschließlich durch die jeweils zuständige Bestattungsfirma erfolgt.

Der Aushub auch von Urnengräbern bleibt weiter der Friedhofsverwaltung vorbehalten. Diese Arbeiten lassen sich aber innerhalb der Arbeitswoche von montags bis freitags erledigen, sodass samstags dafür kein städtisches Personal eingesetzt werden muss.

Die endgültige Entscheidung über die Änderung der Friedhofssatzung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 13. Oktober. (Axel Gödecke)

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