Sanierung der Superintendentur ist abgeschlossen

Das Kalandshaus: Das über 220 Jahre alte Gebäude am Entenmarkt gehört zu den bekanntesten historischen Gebäuden der Northeimer Innenstadt. Foto:  Weiss

Northeim. Die Sanierung des sogenannten Kalands-Hauses am Entenmarkt nach fünf Monaten beendet. 400.000 Euro hat der Kirchenkreis Leine-Solling dafür investiert.

In dem Fachwerkhaus aus dem späten 18. Jahrhundert sind die Superintendentur und die Dienstwohnung des Superintendentenpaares Stephanie und Jan von Lingen untergebracht.

In fünf Monaten Bauzeit wurde nach Mitteilung des Kirchenkreises das Gebäude mit rund 350 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche (darunter ein großer Sitzungsraum) von Grund auf saniert. Insbesondere das marode Fachwerk der Fassaden war sanierungsbedürftig. So waren die Fachwerkschwellen aus Eichenholz erheblich geschädigt und mussten ringsum komplett ausgetauscht werden. Die Gefache wurden zum Teil neu ausgemauert.

Putz erneuert

Der gesamte Außenputz war brüchig und wurde erneuert. Im Zuge der Fachwerk-Sanierung mussten auch ein kleiner baufälliger Anbau an der Südseite abgerissen und die Fassade an dieser Stelle geschlossen werden.

Die Fenster und Außentüren wurden erneuert und nach historischen Belegen aufwändig gestaltet. Die Eingangstreppe aus Kalkstein wurde aufgearbeitet.

An den zwei Fassaden an der Süd- und Westseite ist das Fachwerk sichtbar geblieben. An der Nord- und Ostfassade ist das Gebäude nun als Witterungsschutz mit einer Wärmedämmung und mit Lärchenholz-Brettern verkleidet.

Darüber hinaus wurden die Innenräume komplett renoviert. Zur energetischen Sanierung bekamen die oberste Geschossdecke und die Außenwände eine ökologischen Dämmung bestehend aus recyceltem Papier aus Tageszeitungen. Alle Arbeiten, so betont der Kirchenkreis, insbesondere die Gestaltung der Fenster, Türen und der Fassade sowie die Farbgebung erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege. So wurden entsprechend der vorgefundenen alten Farbbefunde an der Fassade die äußeren Bekleidungen der Fenster, das profilierte Schmuckbrett, der Gesimskasten und die Hauseingangstüren wieder in Grün gestaltet.

Die Baukosten in Höhe von 400 000 Euro trägt der Kirchenkreis Leine-Solling. Die Landeskirche gibt dabei einen Zuschuss aus ihrem Energiesparmaßnahmenprogramm. (ows)

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