Schallschutz: Investoren des Ärztehauses haben nachgebessert

Sultmer: unterhalb des Helios-Krankenhauses sol das Ärztehaus entstehen. Foto:  Weiss

Northeim. Die Investoren des geplanten Ärztehauses am Sultmer haben der Stadt Northeim ein neues Schallschutzgutachten vorgelegt.

„Wir halten die Werte ein“, teilte Wolfram Schmidt der HNA mit. Der Northeimer Apotheker will das Ärztehaus zusammen mit drei Medizinern bauen.

Unter anderem sei die Lärmreduzierung durch eine neuerliche Umplanung der Parkplätze und eine vollständige Kapselung des auf dem Dach des Ärztehauses geplanten Klimagerätes gelungen, erklärte Schmidt. Nun ist es an der Stadt und am Landkreis, das Gutachten zu prüfen.

Gleichzeitig fordert die FDP-Fraktion im Northeimer Stadtrat eine bessere Begleitung dieses Bauprojektes, aber auch anderer ähnlicher Investitionen. Es habe Versäumnisse gegeben, kritisierte Fraktionschef Eckhard Ilsemann.

FDP kritisiert Verwaltung 

Nach den Worten von Schmidt haben die Investoren den Bauantrag für den Ärztehausbau bereits im April vergangenen Jahres gestellt. Schon auf Basis eines TÜV-Gutachtens zum Schallschutz, das bereits zum Bau des Helios-Krankenhauses erarbeitet wurde, sei erkennbar gewesen, dass der Lärmschutz Probleme machen werde, sagte Ilsemann. „Da hätte die Stadt die Hand heben und sagen müssen: So geht das nicht“, kritisierte er.

Laut Schmidt habe das Bauamt erst im vergangenen Herbst auf Probleme beim Lärmschutz hingewiesen. Daraufhin seien die Pläne überarbeitet worden. Danach sei vonseiten der Stadt erst wieder im März - nachdem es schon die Erlaubnis gegeben hatte, die Erde auf dem Baugrundstück abzuschieben - klar gemacht worden, dass der Bau des Ärztehauses in der bis dahin geplanten Form nicht genehmigungsfähig sei.

„Ich habe keine Bedenken, dass das hinzukriegen ist“, sagte Ilsemann zur ausstehenden Baugenehmigung. Das Projekt sei ein Leuchtturm. Damit widersprach er der Ansicht, die FDP sei gegen das Gesundheitszentrum am Sultmer. Im Gegenteil: Es könne sich positiv auf die gesamte Stadt auswirken.

Nachdem das Krankenhaus am Sultmer gebaut worden ist, müsse das Gebiet am nördlichen Stadtrand weiter entwickelt werden. Der Befreiung von den im Bebauungsplan festgelegten Lärmschutzauflagen, für die sich SPD, CDU und Grüne ausgesprochen haben, erteilte der Liberale aber eine Absage.

Schmidt nahm die Worten von Ilsemann positiv auf: „Ich freue mich, wenn wir diese Unterstützung bekommen.“

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