Buden in der Stadt verteilt

Schausteller in Northeim starten zufrieden in die Adventszeit

Isabell Speck steht bekommt einen Crêpes von Hubert Hinrichs in der Northeimer Innenstadt.
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Statt eines Weihnachtsmarkts stehen fünf Buden in der Northeimer Innenstadt: Isabell Speck freut sich in ihrer Mittagspause auf Crêpes bei Hubert Hinrichs.

Da der Weihnachtsmarkt wegen Corona ausfallen muss, stehen in der diesjährigen Adventszeit fünf weihnachtliche Buden in der Northeimer Innenstadt.

Northeim – Beim Münsterplatz gibt es einen Stand mit Crêpes, Langos, gebrannten Mandeln und anderen Süßigkeiten, Schmalzkuchen und einen Bratwurst-Stand.

Die Alternative zum Weihnachtsmarkt hat am vergangenen Dienstag begonnen. Bis jetzt lief es für die Schausteller soweit ganz ordentlich. „Dafür, dass das Wetter am Dienstag nicht so gut war, ist es wirklich okay“, sagt Enrico Richter von der Langos-Bude. Er hofft, dass die Northeimer das Angebot auch weiterhin gut annehmen werden. Da die Weihnachtsmärkte nicht stattfinden, gebe es für ihn auch keine andere Alternative.

Maurice Witmer freut sich über seinen ersten Langos. „Ich wollte das schon immer mal probieren“, gesteht Witmer. Vor Ort verzehren darf er die Speisen allerdings nicht. Deshalb muss Richter den Langos in Alufolie zum Mitnehmen einpacken.

Auch Crêpes-Buden-Besitzer Hubert Hinrichs ist mit der Situation zufrieden. „Wir müssen mal abwarten und uns überraschen lassen“, ergänzt er.

Passantin Isabell Speck ist traurig, dass der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Umso glücklicher ist sie über den Crêpes-Stand. „Das ist wirklich toll. Ich komme öfters in der Mittagspause her, um mir eine Crêpe zu holen“, erzählt Speck. Darauf habe sie sich bereits sehr gefreut.

Konzept wird gut angenommen

Randolph Ahrend verkauft Schmalzkuchen am Münsterplatz. „Die Leute haben das sehr gut angenommen“, betont er. Natürlich laufe es nicht so wie das Geschäft auf dem Weihnachtsmarkt. „Trotzdem bin ich froh, dass ich hier bin“, ergänzt Ahrend. Als Schausteller hatte er schließlich dieses Jahr nichts zu tun gehabt. Ahrend habe viele Stammkunden, die vorbeikommen. Außerdem würden auch immer wieder mal Menschen kommen, die sich wundern, dass es dort Buden gibt.

Regina Geibel betreibt einen Stand mit gebrannten Mandeln und weiteren Süßigkeiten. Die Resonanz sei bei ihr soweit positiv gewesen. „Die Leute haben sich auf jeden Fall gefreut“, sagt sie. Geibel hofft, dass die Buden wegen Corona auch weiterhin geöffnet bleiben können. Für die nächsten Wochen erhofft sie sich jedoch noch eine kleinere Steigerung zum ersten Tag.

„Ich bin über jeden Cent glücklich“, betont Henry Kaiser. Er arbeitet im Bratwurst-Stand von Michael Kniep. Über die Situation will er sich keinesfalls beklagen. Besucher Manfred Jeschke ist froh, dass es die Möglichkeit gibt. Er isst gern eine Bratwurst in der Stadt. „Es gibt ja sonst kaum was“, sagt er.

„Wir hoffen, dass das Angebot gut genutzt wird“, betont Tanja Bittner, Geschäftsführerin des Stadtmarketings Northeim. Geplant ist das Konzept zunächst nur bis Weihnachten. Je nachdem wie es läuft, könne über eine Verlängerung diskutiert werden. Die Buden sind montags bis samstags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. (Samira Müller)

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