Ziel: Flächendeckende Breitbandversorgung bis 2018

Schnelles Internet: Kreis will drei Millionen Euro ausgeben

So sieht ein Glasfaserkabel aus. Foto: dpa

Northeim. Drei Millionen Euro hatte der Landkreis Northeim im Haushalt 2014 zur Verbesserung des Breitband-Netzes eingeplant. Ausgegeben ist davon noch nichts.

Mit dem Geld sollten weiße Flecken auf der Kreiskarte, also Bereiche, in denen es kein schnelles Internet gibt, beseitigt werden.

Dass das Geld noch nicht angerührt wurde, liegt daran, dass eine in Auftrag gegebene Breitband-Strukturplanung für das Kreisgebiet noch nicht ganz fertig ist, sagt Kreis-Sprecher Dirk Niemeyer auf HNA-Nachfrage. Die vorsorglich bereitgestellten drei Millionen Euro seien jedoch nicht verloren, sondern würden auf das Jahr 2015 übertragen.

Die Planung sei Anfang 2014 an die Firma IBZ Neubauer vergeben worden. Sie befinde sich in der Endphase, heißt es aus dem Kreishaus. Sie soll Ende Januar oder Anfang Februar 2015 bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden. Im Anschluss sollen dann die Kreisgremien darüber beraten und entscheiden, in welcher Form ein Breitbandausbau im Landkreis vorgenommen werden soll.

Worum geht es konkret? Das Konzept soll aufzeigen, wo der Landkreis Northeim selbst als Investor auftreten kann, um das schnelle Internet zu ermöglichen, entweder durch Verlegung von Breitbandkabeln bis zu den Haushalten oder aber bis zu bestehenden Übergabestationen, von denen dann das Internet-Signal weiter in bereits vorhandenen Kupferleitungen geführt wird.

Tätig werden dürfe der Landkreis aufgrund de EU-Beihilferechts allerdings nur dort, wo ein so genanntes Marktversagen vorliegt, fährt Niemeyer fort.

Dies sei dann gegeben, wenn Telekommunikations-Anbieter einzelne Orte nicht oder nicht ausreichend im Bereich des Breitbands versorgen und auch nicht bereit sind, dies innerhalb der nächsten drei Jahre zu gewährleisten.

Ziel des Landkreises Northeim ist es, bis zum Jahre 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu gewährleisten. Das wäre die Minimalgeschwindigkeit.

Ob weiteres Geld zur Verbesserung der Internet-Geschwindigkeit im Kreisgebiet zur Verfügung gestellt wird, das müssen dann die Kreisgremien entscheiden, wenn die Netz-Strukturplanung fertig ist, sagt Kreisbauamtschef Ralf Buberti.

„Die drei Millionen Euro werden mit Sicherheit nicht reichen.“, fährt er fort. Der Landkreis hoffe jedoch, dass EU, Bund und Land auch etwas dazugeben. Buberti: „Wir warten da dringend auf Förderrichtlinien.“

Von Axel Gödecke

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