CDU-Antrag betrifft auch Berufsschüler

Vorschläge für Oberstufenschüler: Schüler-Abo für Bus und Bahn?

Bald günstiger? Rabatte für ältere Schüler für Busse und Bahn sind im Gespräch. Foto:  GöVB/nh

Northeim. Die Kosten für den Transport der Schüler, die Haupt- und Realschulen oder auch Gesamtschulen bis einschließlich zehnte Klasse (Sekundarabschluss I) besuchen, trägt seit Jahren der Landkreis.

Jetzt gibt es Ideen, auch Oberstufen- und Berufsschüler finanziell zu helfen, wenn sie Busse und Bahnen nutzen wollen oder müssen.

Angedacht ist zum Beispiel die Einführung eines Schüler-Abos, das Bus- und Bahn-Monatskarten für Schüler des Sekundarbereichs II im Kreis Northeim um die Hälfte verbilligt. Das Problem: Die Übernahme der Kosten – bei 2200 Schülern wären das geschätzt minimal 760 000 Euro – durch den Landkreis wäre eine freiwillige Leistung, die nur durch neue Schulden oder eine Erhöhung der von den Gemeinden zu zahlenden Kreisumlage zu finanzieren wäre.

Die Anregung, darüber nachzudenkenden, hatte die CDU-Kreistagsfraktion gemacht. Der Finanzausschuss hatte die Idee aufgenommen und die Kreisverwaltung gebeten, Vorschläge für eine Rabattaktion analog einer Bahncard 50 für Schüler des Sekundarbereichs II zu machen.

Drei Alternativen

Die legte die Verwaltung in der jüngsten Kreis-Schulausschuss-Sitzung vor und präsentierte drei Alternativen:

• Die teuerste Variante, nämlich die Direkterstattung der hälftigen Kosten an die Schüler, würde den Landkreis bei der Maximal-Annahme von 2200 Schülern, die das Angebot nutzen, rund eine Million Euro kosten.

Wegen der Direkterstattungen müssten 3,5 Personalstellen beim Landkreis eingerichtet werden.

• Variante zwei wäre weitaus günstiger. Sie sieht in Absprache mit dem Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN) die Einführung eines Schüler-Abos vor, die die Schüler beim VSN bestellen. Das Abo würde für Fahrten zwischen dem Wohn- und Schulort gelten. Der Landkreis würde die Hälfte der Kosten übernehmen und diese mit dem VSN abrechnen. Kosten für den Landkreis: maximal 760.000 Euro.

• Variante drei würde darüber hinaus gehen und auch noch Freizeitfahrten der Schüler nachmittags und abends im gesamten VSN-Netz mit einbeziehen. Bei 50-prozentiger Übernahme der Kosten durch den Landkreis würde dies 935.000 Euro für den Kreis ausmachen. Die Einführung eines Bus- und Bahn-Abos für Sek-II-Schüler ist laut Kreisverwaltung mit dem VSN als Projektidee bereits besprochen worden. Da das Nutzungsverhalten unklar sei, würde eine Pilotphase für die Dauer von zwei Jahren ins Auge gefasst.

Der Kreis-Schulausschuss diskutierte über die Vorschläge allerdings nicht. Sie sollen jetzt in den Kreistagsfraktionen beraten werden.

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