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Schüler des Northeimer Corvinianums planen zweite Hilfsaktion für geflüchtete Menschen aus der Ukraine

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Von: Niko Mönkemeyer

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Lehrer und Schüler in der Mensa des Corvinianums
Regelmäßige Aktion in der Corvi-Mensa: Elke Schröder und Marius Wehe ordnen für deutsche und ukrainische Schüler die unterschiedlichen Nachrichten über den Krieg in der Ukraine ein. © Niko Mönkemeyer

Am Corvinanum soll es eine Neuauflage der Hilfsaktion für Geflüchtete geben.

Northeim – Bereits im März hatten Schülerinnen und Schüler des Northeimer Corvinianums eine Hilfsaktion für die Menschen in der Ukraine organisiert, bei der mithilfe der Kreisfeuerwehr 40 Kartons und 30 Taschen mit Sachspenden nach Hannover gebracht wurden, wo der Ukrainische Verein in Niedersachsen ein Sammellager für Spenden eingerichtet hatte (wir berichteten).

Nun soll es eine zweite Aktion geben Das kündigte Christopher Kriete, der zusammen mit drei weiteren Schülern aus dem Seminarfach „Leben in der Zivilgesellschaft“ die Aktion ins Leben gerufen hatte, bei der jüngsten Infoveranstaltung für Schüler zum Ukraine-Krieg in der Mensa des Corvinianums an.

„Nachdem in den Medien mehrfach darüber berichtet wurde, dass die Spendenbereitschaft in Deutschland bereits schon wieder nachgelassen hat, wollen wir in den nächsten Tagen wieder E-Mails mit einem Spendenaufruf an alle Schüler versenden, und wir hoffen, dass uns die Kreisfeuerwehr dann beim Transport wie beim ersten Mal erneut unterstützt“, sagt Kriete, der selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sudheim ist. „Wann die Aktion starten soll, steht noch nicht genau fest, aber wir werden dann auf der Homepage eine Liste mit den Sachen veröffentlichen, die am dringendsten gebraucht werden.“

Porträt Christopher Kriete
Christopher Kriete © Niko Mönkemeyer

Gemeinsam mit seinen drei Mitschülern aus dem Seminarfach „Leben in der Zivilgesellschaft“ hatte der 18-Jährige auch schon kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges die Idee, angesichts der Informationsflut in den Medien am Corvinianum eine Möglichkeit zu schaffen, das weltpolitische Geschehen rund um den Ukraine-Krieg für jüngere Schülerinnen und Schüler einzuordnen. Unterstützung gab es von Religions- und Lateinlehrerin Elke Schröder sowie von Claudia Eggert und Marius Wehe, die unter anderem Politik am Corivinianum unterrichten.

„Wir versuchen, die Nachrichten rund um den Ukraine-Krieg so aufzubereiten, dass insbesondere die jüngeren Schüler verstehen, was derzeit passiert“, erklärt Marius Wehe. „Ein aktuelles Thema ist zum Beispiel das Bestreben Schwedens und Finnlands um eine Mitgliedschaft in der Nato.“

Die Infoveranstaltungen finden auf freiwilliger Basis immer freitags in der zweiten großen Pause in der Mensa statt.

An denen nehmen mittlerweile auch regelmäßig Schülerinnen und Schüler teil, die nach ihrer Flucht aus der Ukraine jetzt am Corvinianum zur Schule gehen.

„Unser Angebot soll den Kindern aus der Ukraine außerdem die Möglichkeit bieten, Kontakte zu anderen Schülern zu bekommen“, ergänzt Elke Schröder. „Und natürlich können sie hier auch ihre Sorgen und Nöte loswerden.“ (Niko Mönkemeyer)

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