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Northeimer Schuhwallhalle kostet fast 22 Millionen Euro

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Von: Olaf Weiss

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Hier soll die neue Schuhwallhalle in Northeim entstehen: Die neue NomSF soll die Halle bauen und betreiben.
Hier soll die neue Schuhwallhalle in Northeim entstehen: Die neue NomSF soll die Halle bauen und betreiben. © Hubert Jelinek

Stadtrat nickt neue Kostenberechnung ab. Die Halle soll Ende 2024 stehen.

Northeim – Der Stadtrat hat die Kostensteigerungen beim geplanten Bau der neuen Schuhwallhalle ohne größere Aussprache mit breiter Mehrheit gebilligt. Gegen die Stimmen von FDP und Grünen-Ratsherr Hans Harer wies der Rat die Gesellschafterversammlung der stadteigenen Northeimer Sport und Freizeit GmbH an, der aktuellen Kostenberechnung von 21,8 Millionen Euro zuzustimmen.

Darin enthalten sind 143 000 Euro für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Halle. Bisher war die Halle ohne Photovoltaikanlage geplant, und die Kosten waren auf 17 Millionen Euro beziffert worden.

Außerdem stimmte der Rat zu, dass externe Gutachter, beispielsweise in Kooperation mit dem Landkreis Northeim, die bisherige Fachplanung für den Hallenneubau überprüfen. Der Landkreis Northeim beteiligt sich an den Baukosten – nach derzeitigem Stand – mit 4,2 Millionen Euro.

Landkreis zahlt nur 4,2 Millionen Euro

Die Stadt will noch einmal mit dem Landkreis über eine Erhöhung seines Zuschusses verhandeln. Dabei  hat der Landkreis gerade erst im April seinen Zuschuss von drei auf 4,2 Millionen erhöht. Der Landkreis braucht die Schuhwallhalle für den Schulsport der Oberschule Northeim.

Darüber hinaus stimmte der Rat dafür, beim Land einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen, also mit dem Bau beginnen zu können, ehe die konkrete Förderzusage vorliegt. In der Regel werden nur Projekte gefördert, die noch nicht im Bau sind.

Die Zeit drängt. Die neue Halle muss bis Ende 2024 stehen. Bis dann läuft die Zulassung der sogenannten Konzernfinanzierung für die NomSF durch das Finanzamt. Die stadteigene Gesellschaft soll Bauherr und späterer Betreiber der neuen Schuhwallhalle sein.

Mehrkosten über Kredite fürs Gewerbegebiet finanziert

Durch die Kostensteigerungen steigt der Eigenanteil der NomSF um 3,7 Millionen Euro. Diese sollen laut der vom Rat mehrheitlich gebilligten Beschlussvorlage der Stadtverwaltung durch die Übertragung von städtischen Kreditermächtigungen auf die NomSF gedeckt werden. Die Stadt hat noch Kreditermächtigungen in Höhe von 4,8 Millionen zur Verfügung. Diese hatte der Rat einst für die Erschließung des Industriegebietes West erteilt. Aktuell werden sie nun aber dafür nicht gebraucht.

Auch die übrigen Kosten für den Hallenneubau werden durch städtische Kreditermächtigungen gedeckt, die übertragen werden: 10,5 Millionen Euro an die NomSF und 7,8 Millionen Euro an die Stadtwerke Northeim.  (Olaf Weiss)

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