Neubau nur mit Fördergeld von Bund und Land

Schuhwallhalle: Ratsmehrheit setzt Planungspause durch 

Northeim, Schuhwallhalle
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Soll weiter durch einen Neubau ersetzt werden, die alte Schuhwallhalle.

Northeim – Das Thema Schuhwallhalle spaltet den Stadtrat weiter. Nach einer kontroversen Debatte in der durch die Abstands- und Hygieneregeln gegen die Verbreitung des Coronavirus geprägten Ratssitzung hat sich eine interfraktionelle Mehrheit durchgesetzt, die weiteren Planungen und Kostenermittlungen für die Halle auszusetzen.

Grund sind die erwarteten Einnahmeausfälle für die Stadt infolge der Pandemie.

Gleichzeitig wurde dabei bekräftigt, dass am Plan, die neue Halle zu bauen, festgehalten werde. Für die Aussetzung stimmten CDU, FUL, FDP und ein grünes Ratsmitglied. Die SPD stimmte dagegen. Fünf Abgeordnete, darunter die vier AfD-Ratsmitglieder enthielten sich.

Sitzung unter Corona-Bedingungen: In weitem Abstand, in ungewohnter Sitzordnung und teilweise mit Mundschutz arbeiteten die Ratsmitglieder und die Verwaltungsvertreter (im Vordergrund) die Tagesordnung ab.

In der Debatte bekräftigten Vertreter beider Lager, vornehmlich von CDU und SPD, dass die Stadt den Neubau der Halle nur werde stemmen können, wenn sie in erheblichem Umfang dafür Fördermittel von Bund und Land erhält – sowie auch der Landkreis seine bisher zugesagte Beteiligung in Höhe von drei Millionen Euro aufstockt. Neben Mitteln aus den Sportstättenfördergrammen des Landes und des Bundes sei ein weiterer Fördertopf notwendig, sagte CDU-Ratsherr Heiner Hegeler.

Die Befürworter des Hallenneubaus, die offensichtlich nach wie vor eine breite Mehrheit im Rat stellen, hoffen dabei auf ein Konjunkturprogramm des Bundes, aus dem die Städte und Gemeinden Mittel für Investitionen erhalten sollen. Entsprechende Signale gebe es, dass ein solches Programm zur Wiederankurbelung der Wirtschaft nach der Corona-Krise aufgelegt werde, hieß es.

Um die Frage, ob die Stadt mit der Schuhwallhalle beim Sportstättenprogramm des Bundes, nun eine Chance habe, lieferten sich der FDP-Ratsherr Eckhard Ilsemann und Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) eine kurze Kontroverse. Mit dem Hallenprojekt ist die Stadt bei diesem Programm schon zweimal leer ausgegangen. Nun soll es neu aufgelegt werden.

Der Liberale verwies darauf, dass nach den Förderkriterien eine Unterstützung nur infrage komme, wenn der Neubau in der Größe („Kubatur“) und in der Nutzung dem Vorgängerbau entspreche. Da dieser aber deutlich größer und mit höherer Zuschauerkapazität geplant ist, sei eine Förderung ausgeschlossen. Dem entgegnete Hartmann, selbst wenn man die Kosten dafür herausrechne, was es koste, größer zu bauen, könnte die neue Halle noch mit der Maximalsumme gefördert werden.  ows

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