Pläne von Stadtverwaltung und Ortsrat

Schule soll Zentrum für Familien werden

Steht vor dem Aus: Die Grundschule in Edesheim. Hier läuft nur noch bis Mitte 2016 der Unterricht. Danach könnte es nahtlos weitergehen mit dem Betrieb eines künftigen Familienzentrums. Foto: Gödecke

Edesheim. Als Schuldomizil hat die Edesheimer Grundschule wegen zu geringer Schülerzahlen bald ausgedient. Aus dem Gebäude soll dann ein Familienzentrum werden.

So lauten die Pläne von Stadtverwaltung und Ortsrat, die in der Ortsratssitzung in Ansätzen vorgestellt wurden. Was sich hinter dem Namen Familienzentrum verbirgt oder verbergen kann, das schilderten Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser und Stadtkämmerer Jörg Dodenhöft den Ortsratsmitgliedern und über 60 Einwohnern. Auch der Ortsrat hat Ideen.

Kernpunkt könnten danach die Umsiedlung des Kindergartens in die Schule, eventuell sogar mit einer Krippengruppe sein, die es bislang noch nicht im Ort gibt. Weiterer Eckpunkt des Konzeptes ist die Schaffung eines Versammlungsraumes, der auch für Feiern genutzt werden kann. Ausgangspunkt dafür ist laut Ortsbürgermeister Peter Mahrt der jetzige Pausenraum/Aula. Dazu gehöre auch der Einbau einer ordentlich ausgestatteten Küche.

Sporthalle an TSV?

Wichtig, und darüber waren sich Ortsrat und Stadtvertreter einig, sei für den Ort auch der Erhalt der Sporthalle, die vom örtlichen Sportverein, aber auch vom Kindergarten und von den Musikfreunden Edesheim-Hohnstedt-Northeim genutzt wird.

Denkbar, so Ortsbürgermeister Mahrt, sei neben dem Weiterbetrieb durch die Stadt auch die Übernahme der Halle durch den TSV. Um Entscheidungen in die Wege leiten zu können, müsse die Stadt allerdings erst Zahlenmaterial über die Betriebskosten vorlegen.

Die Pläne der Stadtverwaltung gehen sogar noch einen Schritt weiter. Kämmerer Jörg Dodenhöft gegenüber der HNA: „Wir könnten uns auch vorstellen, dass im Gebäude durch einen freien Träger eine Senioren-Tagesbetreuung eingerichtet und betrieben wird.“ Auch könnte versucht werden, einen Hausarzt zu gewinnen, der im Schulgebäude eine Praxis einrichtet und Sprechstunden anbietet. Dodenhöft: „Das wären Schritte hin zu einem Mehrgenerationenhaus als Modellprojekt“.

Was davon realisiert werden und wie das geschehen kann, soll laut Ortsbürgermeister in einem Treffen mit Vereinsvertretern und Ortsrat genauer besprochen werden. Das soll am 12. Mai stattfinden. Dann werden auch Vertreter des Bauamts der Stadt vertreten sein.

Mahrt: „Wir wollen unseren Ort fit machen für die Zukunft und fit machen in Hinsicht auf mehr Attraktivität auch für junge Familien. Dabei wäre es schön, wenn alle mitmachen würden.“ Wünschenswert, so Mahrt, wäre es, wenn aus dem Schulkomplex ein Dorfgemeinschaftszentrum wie zum Beispiel in Hillerse werden könnte.

Laut Kämmerer Dodenhöft wolle die Stadt jetzt in die Vorplanung einsteigen. Eventuell könnte auch dieses Jahr schon gebaut werden. Geld für Umbauten könnte nach entsprechenden Beschlüssen aus dem Topf laufende Bauunterhaltung oder als außerplanmäßige Ausgabe im Etat eingestellt werden. Auch Eigenarbeit aus dem Ort sei gern gesehen.

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