Schulpflicht gilt auch für Flüchtlingskinder

Syrien, Iran, Kosovo, Afghanistan oder Elfenbeinküste: Die Schüler der Sprachförderklasse haben auf einer Karte markiert, woher sie stammen. Unterrichtet werden sie unter anderem von Birgit Weymar (links) und Birgit Meinardus (hinten rechts). Foto: Schwekendiek

Northeim. Der Landkreis Northeim hat bislang 976 Flüchtlinge aufgenommen. Bis Ende Januar 2016 werden noch 1046 weitere hinzu kommen.

Das geht aus den neuesten Zahlen hervor, die der Landkreis Northeim bekannt gegeben hat.

Neben der Unterbringung der Flüchtlinge, die laut Erstem Kreisrat Dr. Hartmut Heuer auch weiterhin möglichst dezentral erfolgen soll, muss der Landkreis auch die Beschulung der Kinder gewährleisten, denn nach Ende der Sommerferien gilt für alle Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr die Schulpflicht.

Von den 180 Kindern und Jugendlichen, die derzeit im Landkreis Northeim betreut werden, gilt das laut Kreis-Pressesprecherin Claudia Hiller im Moment für 111. Allein 30 davon leben mit ihren Familien im Northeimer Stadtgebiet. In Einbeck sind es 25 und in Dassel zwölf.

In den übrigen Kommunen das Landkreises wurden schulpflichtige Kinder mit ihren Familien wie folgt untergebracht: elf in Bad Gandersheim, acht in Uslar, sieben in der Gemeinde Katlenburg-Lindau, fünf in Moringen, jeweils vier in den Gemeinden Bodenfelde und Kalefeld sowie zwei in der Gemeinde Nörten-Hardenberg. Die meisten sind mit ihren Familien aus Syrien, dem Irak, dem Iran und der Russischen Föderation geflüchtet. Weitere stammen unter anderem aus Afghanistan, der Elfenbeinküste, Eritrea und dem Kosovo.

In den allgemeinbildenden Schulen können laut Landkreis Sprachlernklassen eingerichtet werden. Eine gibt es bereits an der Thomas-Mann-Schule in Northeim, wo jahrgangsübergreifend zwölf Schülerinnen und Schüler betreut werden.

Darüber hinaus wurden in den Berufsbildenden Schulen in Northeim und Einbeck für die Flüchtlinge bereits Sprachförderklassen geschaffen.

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