Schulsozialarbeit: Kreis Northeim zahlt vorerst weiter

Northeim. Die Schul-Sozialarbeiter an Grundschulen im Landkreis Northeim werden weiter vom Landkreis finanziert - obwohl der Kreis gar nicht Schulträger ist.

Soll der Landkreis Northeim weiter die Kosten für Schul-Sozialarbeiter in Grundschulen übernehmen, obwohl er nicht Schulträger ist? Das sind im Grundschulbereich die Städte und Gemeinden. Im Kreisschulausschuss wurde die Frage durchaus kontrovers diskutiert. Letztlich kam man überein, die Kosten vorerst für 2015 weiter zu tragen.

Ins Leben gerufen wurde die Schulsozialarbeit an Grundschulen vor ein paar Jahren mit Hilfe von Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes. Grundschulen in der Stadt Northeim, in Einbeck, Bad Gandersheim und Nörten-Hardenberg hatten sich dafür interessiert und Schul-Sozialarbeiter eingesetzt. Weil das Programm auslief, hatte der Kreistag bereits im Oktober vorigen Jahres beschlossen, die Kosten für die Weiterbeschäftigung der Sozialarbeiter zu tragen. Die dafür notwendigen 75 000 Euro sollten aus dem Etat der Kreisvolkshochschule finanziert werden.

Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile auch kreiseigene weiterführende Schulen zusätzliche Schulsozialarbeiter haben wollen, hatte die Kreisverwaltung jetzt versucht, die Städte und Gemeinden mit ins Boot zu holen, doch die betroffenen vier Kommunen gaben dem Landkreis in dieser Hinsicht einen Korb.

Sozialarbeit an den Grundschulen sei zwar wünschenswert, aber man könne diese aus den Gemeindekassen nicht finanzieren, habe es übereinstimmend geheißen, berichtete Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer.

Um die Sozialarbeit an den Grundschulen nicht sterben zu lassen, kam der Ausschuss einstimmig überein, die Aufgabe vorerst weiter aus Kreismitteln zu finanzieren. Allerdings hofft der Landkreis, dass das Land eine Neuregelung der Finanzierung der Schulsozialarbeit schafft, die Kosten übernimmt oder sich beteiligt. (goe)

Rubriklistenbild: © dpa

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