Schulversuch Eingangsstufe wird nicht fortgesetzt

Möchte in Edesheim die Eingangsstufe fortsetzen: Friedrich Schönhütte, Leiter der Grundschule am Sultmer. Foto: Mönkemeyer

Northeim/Edesheim. Die Eingangsstufe, die zu Beginn des laufenden Schuljahres an der Edesheimer Außenstelle der Grundschule am Sultmer eingeführt wurde, wird nicht fortgesetzt.

Das ist für Friedrich Schönhütte, Rektor der Grundschule am Sultmer, die logische Konsequenz einer Entscheidung des Northeimer Stadtrates.

Das Gremium hatte in seiner Sitzung am 11. Dezember einen Antrag der Freien Unabhängigen Liste Northeim (FUL) abgelehnt, mit dem die drohende Schließung der Schule in Edesheim verhindert werden sollte (wir berichteten).

Sowohl SPD-Fraktions-Chef Berthold Ernst als auch CDU-Ratsherr Malte Schober hatten in dieser Sitzung betont, dass das Aus für die Edesheimer Schule nicht gleichzeitig das Aus für die eingeführte Eingangsstufe bedeute. Beide hatten auf die Möglichkeit hingewiesen, das Konzept am Hauptsitz der Grundschule am Sultmer fortzuführen.

Erst- und Zweitklässler 

Bei dem werden Kinder der Klassen eins und zwei gemeinsam unterrichtet und können diese Klassen je nach Begabung in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen. Derzeit werden in der Eingangsstufe 15 Zweit- und sechs Erstklässler gemeinsam unterrichtet. Diese zu Beginn des nächsten Schuljahres weiter gemeinsam an der Schule am Sultmer zu unterrichten, ist laut Schönhütte nicht möglich.

„Wenn die Außenstelle tatsächlich geschlossen wird, müssen diese Schüler auf bestehende Klassen verteilt werden, weil die Gesamtschülerzahl die Einrichtung einer Kombiklasse nicht gestattet.“

Außerdem scheitere die Fortführung an den unterschiedlichen pädagogischen Konzepten, betont Schönhütte und stellt einen Vergleich an: „Das wäre so, als hätte man an der Realschule in Northeim einen Versuch gestartet und in der fünften Klasse Spanisch statt Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet, um dann in der sechsten Klasse die Schüler zur Thomas-Mann-Schule zu schicken, wo Englisch erste Fremdsprache ist.“

Schönhütte hofft, dass die Politik doch noch eine Möglichkeit findet, die Schließung der Edesheimer Schule bis zum Beginn des Schuljahres 2016/17 verschieben zu können. „Dann könnten wir wenigstens den Versuch richtig beenden und nach einer Auswertung der gesammelten Erfahrungen darüber entscheiden, ob wir auch in Northeim eine Eingangsstufe einführen.“

Dass deren pädagoisches Konzept die Zukunft sein wird, davon ist Schönhütte überzeugt.

Von Niko Mönkemeyer

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