Schwerer Betrug: Angestellte sollte 600.000 Euro ins Ausland überweisen

Northeim. Vor einer ausgefeilten Betrugsmasche warnt die Polizei Northeim große Unternehmen in der Region. Vergangene Woche wurde eine Firma fast Opfer der Masche.

Wie die Beamten berichten, ging bei einer Bilanzbuchhalterin am Vormitag eine gut verfasste, gefälschte E-Mail ein. Die Absenderadresse sei zweifelsfrei der Geschäftsführer des Unternehmens gewesen. In kurzem Mailverkehr wurde Vertrauensbildung und Ablenkung betrieben, heißt es weiter. Abschließend forderte der Verfasser die Buchhalterin zur Überweisung von über 600 000 Euro ins Ausland auf. Davon solle ein geheimer Zukauf einer Firmengruppe mit Sitz in Asien finanziert werden.

Die Angestellte nahm diesen Auftrag nicht an, sondern kontaktierte den Geschäftsführer persönlich. Damit klärte sich der Vorfall ohne Schaden auf. Ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Betruges wurde eingeleitet.

Laut Polizei nutzen die Täter aus dem Ausland Informationen der Unternehmen aus dem Internet, aus Wirtschaftsberichten, dem Handelsregister und Werbebroschüren, um möglichst glaubhafte E-Mails zu verfassen. Kontakt werde auch telefonisch aufgenommen. Sowohl die Mailadressen als auch die Rufnummernanzeigen auf dem Telefon seien manipuliert. (kmn)

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