Kreistag beschließt Deckelung der Preise für Monatskarten

Sek-2-Schüler sollen im Landkreis Northeim künftig billiger Bus  fahren

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Busfahren soll durch die Tarifreform im Verkehrsverbund günstiger werden, vor allem auch für Schüler.

Northeim – Der Landkreis startet in Bezug auf die Preise der Schülerbeförderung einen Alleingang.

Nachdem die Einführung des kostenfreien Schülerverkehrs für den Bereich der Sekundarstufe 2 (Sek 2) im gesamten Verkehrsverbund Südniedersachsen am Widerstand der beiden anderen Landkreise im Zweckverband, Göttingen und Holzminden, gescheitert ist, führt der Landkreis Northeim für die Schüler ab Klasse 11 einen Kostendeckel für Monatskarten ein.

Der Kreistag hat in seiner Sitzung am Freitag nicht nur die neue Tarifstruktur des Verkehrsverbundes für den Busverkehr einstimmig gebilligt, sondern sich darüber hinaus auch mehrheitlich dafür ausgesprochen, für Schüler der Sek 2 aus dem Landkreis Northeim den Maximalpreis für eine Monatskarte auf 50 Euro festzusetzen. Nur FDP und GfE stimmten aus Kostengründen dagegen.

Der Maximalpreis nach der Tarifreform soll sonst bei etwa 83 Euro liegen. Dabei soll es aber ein Sozialticket für 35 Euro für bedürftige Schüler geben.

Christel Eppenstein, CDU-Kreistagsabgeordnete

Dieser Beschluss bedeute nicht, dass der Landkreis die Landesregierung in Hannover aus ihrer Verantwortung entlasse, betonte Christel Eppenstein (CDU) in der Kreistagssitzung. Wie Peter Traupe (SPD) verwies sie auf den Koalitionsvertrag der rot-schwarzen Landesregierung, der die Einführung des kostenfreien Schülerverkehrs für den Sek-2-Bereich vorsieht. Traupe erinnerte auch daran, dass mit der Tarifreform noch keine neuen Preise beschlossen seien. Die vorliegenden Preise seien Etwa-Angaben auf Basis der Umrechnung des bisherigen Preisniveaus.

Die Obergrenze soll ab dem August 2021 gelten. Die Kreisverwaltung kalkuliert dafür mit Kosten von 520 000 Euro. Die übrige Tarifreform, die im Sommer dieses Jahres in Kraft treten soll, kostet bereits 1,2 Millionen Euro jährlich. Dieser Betrag wird aber steigen, weil zwischen den drei Landkreisen vereinbart ist, entstehende Mehrkosten, beispielsweise durch steigende Kraftstoffpreise oder Gehaltssteigerungen bei den Busfahrern, in den nächsten zwei Jahren nicht durch steigende Fahrkartenpreise an die Kunden weiterzugeben, sondern sie den Busunternehmen aus den Haushalten auszugleichen.

Die wichtigsten Neuerungen der Tarifreform 

- Deckelung des Preises für Einzelfahrten auf 5 Euro; 

- Anhebung des Kinderrabatts auf 50 Prozent; 

- Sozialticket für 35 Euro pro Monat; -

- Seniorenticket für 59 Euro pro Monat; -

- Jugendfreizeitticket für 15 Euro pro Monat; 

-2-Wege-Azubi-Abonnement für Fahrten zum Betrieb und zur Berufsschule.

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